Wer auf das Auto verzichtet und mit dem Rad fährt, macht Vieles richtig: Es ist besser für die Gesundheit und weniger schädlich für die Umwelt. Doch auch Räder und ihre Bestandteile haben aus C2C-Sicht Verbesserungspotenzial. Dazu wie ein echtes C2C-Bike aussehen muss, haben wir im April einen Workshop für die Fahrradindustrie organisiert.

Das Rad ist die umweltfreundliche Alternative zum Auto. Das ist inzwischen auch bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer angekommen, der gerade seinen Nationalen Radverkehrsplan vorgestellt hat. Doch auch bei Rädern gibt es aus C2C-Sicht Optimierungsbedarf. Das hat Nora kürzlich auch dem Bike Magazin gesagt, und ging dabei unter anderem auf den Abrieb von Reifen und Bremsen ein, der in der Natur landet und daher biologisch abbaubar sein muss. Und auch Rahmen werden irgendwann entsorgt und müssen sortenrein in ihre Bestandteile zerlegt und ohne Qualitätsverlust recycelt werden können. Das Bike Magazin fand das Thema so spannend, dass es die Industrie in dem Bericht über Cradle to Cradle dazu aufgerufen hat, gemeinsam an einem C2C-Bike zu arbeiten. Und genau diese Entwicklung haben wir mit einem digitalen Auftakt-Workshop am 21. und 22. April begleitet.

Großes Interesse in der Branche

An den beiden Tagen waren Mitarbeitende von Canyon Bicycles, Schwalbe, Syntace, Danico und SRAM Deutschland dabei – also eine gemischte Gruppe, die weite Teile der Wertschöpfungskette abdeckt. Sie erhielten am ersten Tag von unserem geschäftsführenden Vorstand Tim eine Einführung in das Thema C2C und erfuhren, was hinter dem Ansatz steckt, wie C2C-Produktdesign aussieht und welche Geschäftsmodelle damit verbunden sind. Es folgten Inputs zu C2C Best-Practice-Cases von Erik Bronsvoort (A Circular Cycling Economy) und Hein van Tujil von EPEA Netherlands sowie zur Kommunikation von C2C-Produkten von Isabel aus unserem Referat Kommunikation. Am zweiten Workshop-Tag arbeiteten sich die teilnehmenden tief in die Themen Wertschöpfungsketten, Materialgesundheit und Kund*innenbedürfnisse ein. Sie erarbeiteten die Problematik der bisherigen Produktion und der heutigen Produkte und Geschäftsmodelle und formulierten daraufhin C2C-Alternativen, die in den teilnehmenden Unternehmen umgesetzt werden können. Begleitet wurden die Sessions und der anschließende Austausch vom Entwicklungsberater Andreas Grotekemper, der auch in unserem ehrenamtlichen Vorstand sitzt, sowie von Jana aus unserem Referat Geschäftsführender Vorstand als C2C-Expertin.

Wir bleiben am Ball

Das Bike Magazin wird in diesem Jahr in jeder Ausgabe über den Fortschritt des Projekts berichten. Und wir sind sehr gespannt, wie sich die Projekte innerhalb der Unternehmen entwickeln und freuen uns auf das erste richtige C2C-Bike. Und auf viele weitere Workshops dieser Art, durch die wir dazu beitragen können, dass sich ganze Branchen zukunftsfähig aufstellen.