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vier Persone auf Bühne

Das war der C2CC23 – Themenvielfalt und viele Praxisbeispiele

In den parallelen Foren am zweiten Congresstag zeigte sich erneut die Themenvielfalt von Cradle to Cradle. Von Landwirtschaft über Kunststoffe und Bau hin zu Bildung und kommunaler Entwicklung: Im Congressprogramm war für jede*n etwas dabei. Das Programm der Nebenbühnen des C2CC23 haben wir hier zusammengefasst.

 

Der Samstagmittag des C2C Congress war geprägt von insgesamt zehn parallelen Foren, in denen über Best Practices in unterschiedlichen Sektoren diskutiert wurde. Denn als ganzheitlicher Ansatz bietet C2C Lösungsansätze für diverse Branchen und Bereiche unserer Gesellschaft. In den Diskussionen wurde deutlich, dass wir für viele Probleme schon Lösungen haben, wir aber noch schneller in die Umsetzung und Skalierung kommen müssen.

 

Finanzierung zirkulärer Geschäftsmodelle im Bau

Eine wichtige Voraussetzung für diese praktische Umsetzung ist die Frage des richtigen Geschäftsmodells und der Finanzierung davon. Im Bausektor spielen neben der Kreislauffähigkeit und Materialgesundheit von Baustoffen auch zirkuläre Geschäftsmodelle eine wichtige Rolle auf dem Weg hin zu C2C. Eine der Banken, die diesen Wandel bereits in der Finanzierung abzudecken versucht, ist die GLS Bank, wie auf dem von Ana-Cristina Grohnert, Founder & Managing Partner von Berlin Global Advisors & Beirätin C2C NGO, moderierten Panel zum Thema deutlich wurde. Die klassische Immobilienfinanzierung funktioniere nicht mehr, wenn Materialien zirkulieren oder über zirkuläre Geschäftsmodelle in Gebäude eingebracht werden und sich der Umgang mit Restwerten von Gebäuden und Materialien dadurch verändere. “Wir haben noch wenige Transaktionen, wo der Gebäuderestwert eine Auswirkung auf die Finanzierung hat. Das ist aber unbedingt notwendig, wenn wir über zirkuläres Bauen sprechen. Wir möchten diese Frage gerne im Dialog mit allen Akteur*innen des Sektors beantworten”, sagte Verena Müller, Teamleiterin Nachhaltige Wohn- und Gewerbeimmobilien der GLS Bank. Ein Kernelement für die Bewertung und Bilanzierung zirkulärer Baustoffe und Geschäftsmodelle seien gute Daten, sagte Stefanie Voit, Managing Partner von TS.advisory. “Es ist im Sinne einer Kreislaufwirtschaft nicht richtig, wie wir heute in der Bilanz den End-of-Life-Wert einer Immobilie berücksichtigen”, so Voit. Werde Boden bebaut, steige sein Wert. “So sollten wir heute auch mit der Verwendung zirkulärer Materialien umgehen”, ergänzte sie. Die dafür erforderlichen Daten zu ermitteln, damit beschäftigt sich das Startup Concular. “Wir schaffen das Ökosystem, um zirkuläres Bauen zum neuen Standard zu machen. Wir wissen heute nicht, was in den Gebäuden verbaut ist, deshalb digitalisieren wir diese Materialien, auch in Zusammenarbeit mit Herstellern, um Materialkreisläufe zu verbessern”, so Co-Gründer Dominik Campanella. Einer dieser Hersteller ist Novotech, der ein holzbasiertes Kompositmaterial nach Cradle to Cradle herstellt und dieses nach der Nutzung in einem Gebäude zurücknimmt, recycelt und wieder in die Produktion einfließen lässt. Novotech verkauft nur ein Nutzungsrecht an seine Kunden. “Das Nutzungsrecht mit einer periodischen Zahlung ist für uns der nächste Schritt. Wir wollen nichts mehr verkaufen, sondern einen Nutzungswert ermitteln und uns diesen vergüten lassen”, so Holger Sasse, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. 

fünf Personen sitzen vor Tafel mit ca. 30 Personen Publikum
Wie kann Batterie-Recycling gelingen?

Für eine zukunftsfähige Mobilität müssen wir uns nicht nur mit Fragen des Antriebs beschäftigen, sondern uns auch überlegen, wie wir Fahrzeugbestandteile wie Batterien im Kreislauf halten können. Damit beschäftigt sich auch der Entsorgungsdienstleister Interzero, der die Batterien zurück nimmt und wieder aufbereitet. “Wir betreiben seit mehr als 30 Jahren Kreislaufwirtschaft. Wir haben in den letzten 30 Jahren die Transformation vom Entsorger zum Umweltdienstleister geschafft. Unser Ziel ist: Wir schieben den Earth Overshoot Day nach hinten”, machte Alexander Maak, Managing Director von Interzero Circular Solutions Germany, deutlich. Durch die Rücknahme der Batterien können wertvolle Rohstoffe im Kreislauf gehalten werden und den Kund*innen anschließend wieder zur Verfügung gestellt werden. Dabei können auch neue Geschäftsmodelle wie “Battery as a Service” helfen, doch in Deutschland gebe es immer noch eine “Mein-Auto-Kultur”, die die Einführung solcher Geschäftsmodelle erschweren würde, gab Maak zu Bedenken. Auch Kyburz Switzerland beschäftigt sich mit E-Mobilität: Das Schweizer Unternehmen stellt Elektrofahrzeuge her, beispielsweise für die Schweizer Post, und recycelt die Batterien der Fahrzeuge nach der Nutzung wieder vollständig. Solche Rücknahmesysteme sind für Martin Kyburz, Gründer & CEO von Kyburz Switzerland, entscheidend: International muss jeder Hersteller dazu verpflichtet werden, seine Produkte wieder zurück zu nehmen”, forderte er. Neben Rücknahmesystemen müssen auch die politischen Rahmenbedingungen für ein breitflächiges echtes Recycling stimmen. “Es geht nicht nur darum, dass mehr Rezyklate verwendet werden. Sondern auch darum, dass der Einsatz von Rezyklaten politisch unterstützt wird. Nicht nur finanziell, sondern auch dadurch, dass sich das Konsumentenverhalten ändert”, betonte Dr. Lisa Risch, Wissenschaftliche Referentin Batteriepass bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. 

vier Personen sitzen an Stehtischen, Mikrofon
Kunststoffe im Kreislauf

Von Kinderspielzeug bis zu Fahrradschläuchen – die Anwendungsmöglichkeiten von Kunststoffen sind vielfältig. Wie Kunststoffe im Kreislauf gehalten werden können, diskutierten Dr. Philipp Hummel, Head of Sustainability bei Schleich und Jens Timmerbeil, CSR-Manager bei Ralph Bohle (Schwalbe) im nächsten Panel. Der Spielzeughersteller Schleich hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2027 alle Figuren und Verpackungen nach C2C herzustellen. “Wir haben C2C für uns entdeckt, weil es weit über eine einfache Kreislaufwirtschaft hinausgeht. Besonders die Materialgesundheit ist für uns dabei ganz wichtig”, erklärte Hummel die Entscheidung für C2C. Auch Ralph Bohle setzt für die Marke Schwalbe auf C2C: “Wir sehen uns in der Verantwortung, eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren und Millionen von Schläuchen und Reifen vor der Verbrennung zu bewahren”, so Timmerbeil. Das Unternehmen habe dafür ein Rücknahmesystem umgesetzt und nimmt nicht nur Schwalbe-Fahrradschläuche zurück, sondern auch Schläuche anderer Marken, die in Fahrradläden zurückgegeben werden. Der Reifenhersteller setze C2C-Aspekte jedoch nicht nur auf Produktebene um: Auch die Firmenzentrale sei nach C2C-Kriterien gebaut worden.

drei Personen sitzen vor Tafel, sprechen
Endlos recyceln?

Wie kann echtes Recycling gelingen? Darüber diskutierten im anschließenden Panel Dagmar Glatz, Produktmanagement Nachhaltigkeit & Verpackungen bei DM-Drogeriemarkt, Timothy Glaz, Leiter Corporate Affairs bei Werner & Mertz, Tara Nitz, Circular Economy bei Covestro, und Ruth Prinzmeier, Sustainability Manager DACH bei Interface Deutschland.

“Wir nutzen bereits 88 % biobasierte Materialien bei Bodenbelägen”, erklärte Prinzmeier die Ausrichtung des Herstellers von modularen C2C-Bodenbelägen. Das Unternehmen habe zwar ein Rücknahmesystem, doch die Rücklaufquote sei noch nicht da, wo sie sein könnte, gab Prinzmeier zu bedenken. Werner & Mertz setzt mit dem Reinigungsmittel Frosch ebenfalls auf C2C: “Wir haben 60 % unserer Produkte nach C2C zertifiziert“, so Glaz. Bei Verpackungen setze das Unternehmen auf Rezyklate, da neue Kunststoffe in der Herstellung drei- bis viermal so energieintensiv seien wie Rezyklat. Die komplexe Zusammensetzung der Kunststoffe würde jedoch das Recycling erschweren, so Glaz. Auch DM setzt auf Rezyklat: “2009 haben wir das erste Mal eine Flasche aus rezyklierten PET eingesetzt. Flaschen aus Rezyklat lassen sich sehr gut mechanisch recyceln”, so Glatz. Doch mechanisches Recycling hat laut Covestro für gewisse Produkte auch Grenzen. “Schaumstoff kann physikalisch und mechanisch nicht recycelt werden. Da bedarf es chemischen Recyclings, um am Ende wieder Monomerketten zu erhalten”, sagte Nitz.

fünf Personen sitzen vor Tafel
C2C Newcomer

Der C2C Congress möchte auch innovativen und jungen Unternehmen eine Bühne bieten, deren Gründer*innen C2C bereits von Beginn an implementieren. Daher stellten, moderiert von Sophie Treu, Teamlead Strategische Partnerschaften bei C2C NGO, Charlotte Piller & Nhu-Ha Dao, Co-Gründerinnen der Marke Lotta Ludwigson, ihre C2C-inspirierten Hosenanzüge vor, die dazu noch in einem zirkulären Geschäftsmodell angeboten werden. Lewin Fricke von Triqbriq stellte die kreislauffähigen Holzmodule des Startups vor, die aus dem Bestand gewonnen werden. CEO & Founder von Kuori, Sarah Harbarth, präsentierte eine biobasierte und biologisch abbaubare Alternative zu konventionellem Kunststoff, die dennoch in bestehende Produktionsprozesse einfließen kann. Tore Waldhausen & Andreas Wittmann stellten ihr Startup R3leaf vor, eine Software zur regenerativen Bestandssanierung. Karen Rauschenbach präsentierte die Circular Clothing Genossenschaft, die kleinen Textilmarken in der Schweiz den Weg zur Kreislauffähigkeit ebnen möchte. Victor Büchner, selbstständiger Consultant, beschrieb, warum er sich vor allem der Beratung rund um das für C2C so wichtige Thema der Materialgesundheit und Luftqualität verschrieben hat. Und Héloise le Masne, Director of Operations des Impact Hub Berlin, erläuterte, wie der Impact Hub zirkuläre Innovationen und zirkuläre Gründungen durch Programme und das Bereitstellen von Räumen fördert.

Daten Governance für die Circular Economy

Eine echte Circular Economy kann nur funktionieren, wenn wir alle Stoffströme in Qualität und Menge kennen und nachverfolgen können. Digitale Tools sind also auch ein wichtiges Element im Cradle to Cradle-Ansatz. Was genau benötigt wird, um Digitalisierung, Circular Economy und C2C zusammenzubringen, haben C2C NGO und die Friedrich-Ebert-Stiftung in den vergangenen Monaten in einer Gesprächsreihe mit Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft und Best Practices aus der Wirtschaft diskutiert. Wissenschaftlich begleitet, ist daraus der Report “Die digitale Circular Economy – Zirkuläre Daten-Governance für eine Ressourcennutzung von der Wiege zur Wiege” entstanden, der beim C2C Congress vorgestellt wurde. Dr. Florian Hofmann, Wissenschaftler und Dozent an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, der den Report gemeinsam mit Dominik Piétron (Forschungsmitarbeiter beim Fachbereich für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität Berlin) und Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben (Leiterin Fachgebiet Technik- und Umweltsoziologie an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg) verfasst hat, erläuterte zunächst, wie Daten die Verbindung zwischen Stakeholdern für ein zirkuläres Ökosystem schaffen können. Um diese Daten und Datenflüsse so zu koordinieren, dass sie als Transformationsbooster für eine Circular Economy wirken können, benötige es Daten-Governance als zentralen Ansatz. Aus den Gesprächen innerhalb der Fachgesprächsreihe habe sich dabei ein Punkt klar herauskristallisiert: “Das effektivste und mächtigste Instrument dafür sind digitale Produktpässe”, so Hofmann. In der anschließenden Diskussion, moderiert von Max Ostermayer aus dem Referat Klima, Energie, Umwelt der FES, betonte C2C NGO-Beirätin Katja Hansen, dass die Erhebung von Produktdaten bereits bei Grundstoffen beginnen müsse. Zudem sei es wichtig, die Diskussion auf globaler Ebene zu führen. “Daten in der Circular Economy kennen keine nationalen Grenzen, keine Wirtschaftsräume und keine Sektoren”, so Hansen. Daten und Datenstandards müssten also global interoperabel sein. Sebastian Daus, Co-Founder & CEO von FixFirst, der wie auch Katja Hansen an der Gesprächsreihe beteiligt war, brachte die Perspektive einer Reparaturplattform für Elektrogeräte ein. Weder Kund*innen noch Reparaturbetriebe wüssten heute genau, welche Materialien in einem Produkt sind, das repariert werden soll. FixFirst habe daher ein digitales Tool entwickelt, doch oft seien zu wenige Daten dafür verfügbar. “Die verschiedenen Stakeholder müssen dazu beitragen, dass die verschiedenen Daten bereitgestellt werden – seien es dynamische oder fixierte Daten”, so Daus.  

Vier Personen stehen auf Bühne mit Mikrofonen
Baustoffe der Zukunft

Für eine zukunftsfähige Baubranche braucht es die richtigen Baustoffe. Aber wie sehen diese in der Praxis aus? Ein Beispiel stellte Andreas Kunsmann, Managing Director & COO von Polycare, vor. Das Unternehmen stellt zusammensteckbare Bausysteme her, die aus Beiprodukten der Industrie hergestellt werden. “Wir müssen zu Systemen kommen, mit denen wir zerstörungsfrei zurückbauen können – das zeigen wir mit unserem System”, erläuterte Kunsmann. Das Projekt “Freiraum in der Box” setzt dagegen auf die Revitalisierung des Bestands und regional verfügbare Materialien. “Es ist gut, nicht nur abzureißen, sondern auch zu schauen, was mit Gebäuden im Bestand passieren kann. Ich denke, dass es dafür enorm wichtig ist, natürliche Kreisläufe zu verstehen”, sagte Carolina Mojto, Gründerin und Direktorin von Freiraum. “Wir müssen Stoffe einfach im Kreislauf halten. Das sind kleine Schritte, wenn wir sie mutig angehen. Doch dafür muss es auch in der Politik ein Umdenken geben”, gab Prof. Eike Roswag-Klinge, Managing Director des Institute of Architecture & Natural Building Lab von der TU Berlin, zu Bedenken. Ausschließlich auf natürliche Baustoffe wie Holz zu setzen, würde das Problem nicht lösen, weil wir auch hier innerhalb der linearen Grenzen bleiben müssen. Kreislauffähiges Bauen im Tiefbau sei deutlich schwieriger umzusetzen als im Hochbau, weil hier zwangsläufig Beton und Stahl eingesetzt werden müssen, berichtete Dr. Markus Hennecke, Vorstand der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Beide Materialien stehen für einen hohen CO₂-Ausstoß. Hier müssen Planer*innen neue Wege ausprobieren. Hennecke stellte abschließend fest: “Cradle to Cradle ist nicht einfach ein anderer Weg, wie ich bauen kann. Es ist der einzige Weg – weil wir eine Ressourcenknappheit haben.” 

Person vor Tafel hält Gegenstand und spricht
C2C-inspirierte kommunale Entwicklung

Kommunen können auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft nach Cradle to Cradle eine Vorbildfunktion einnehmen. Um mehr Kommunen zu ermutigen, diesen Weg einzuschlagen und C2C in ihrer Region umzusetzen, hat C2C NGO das Netzwerk C2C Regionen ins Leben gerufen. Auch der Berliner Bezirk Pankow ist Mitglied im Netzwerk. “Der Bezirk Pankow ist noch neu im Netzwerk. Es lohnt sich, als neue Region einzutreten, weil man von Best Practices aus dem Netzwerk C2C Regionen profitieren kann”, betonte die Bezirksbürgermeisterin von Pankow, Dr. Cordelia Koch. Die Gemeinde Straubenhardt dagegen ist schon länger im Netzwerk und hat unter anderem ein Feuerwehrhaus nach C2C-Kriterien gebaut. “Die Außenfassade wurde mit einer vorgehängten Streckmetallfassade umgesetzt, die komplett demontierbar ist und 1:1 als Aluminium dem Materialkreislauf wieder zugeführt werden kann”, schilderte der Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen der Gemeinde Straubenhardt, Johannes Kohle, die Besonderheiten des Projekts. Auch das Kreisarchiv des Landkreis Viersen ist nach C2C-Kriterien geplant und gebaut worden. Doch nicht nur das: “Alle Neubauvorhaben werden künftig zirkuläre Kriterien beinhalten”, so Jörg Papenkort, Leiter des Gebäudemanagements des Kreis Viersen. Solche Bauvorhaben werden zumindest in Nordrhein-Westfalen durch einen Erlass des Bauministeriums künftig erleichtert: Bei Gebäuden, die nach C2C geplant wurden, können dadurch Materialrestwerte bilanziert werden. Im Kreis Lippe entsteht sogar eine gesamte C2C-Modellregion. “Es braucht eine extrem offene, vertrauensvolle und verbindliche Kommunikation von allen Akteuren für Projekte nach zirkulären Kriterien”, beschrieb Birgit Essling, Leitung der Geschäftsstelle „Lippe zirkulär“ im Kreis Lippe, die Erfolgsfaktoren für das Gelingen solcher Projekte.

vier Personen sitzen vor Tafel mit Mikrofon, eine person steht
Kreisläufe schließen in der Landwirtschaft

Eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft muss auch die Landwirtschaft beinhalten, darum ging es in einem weiteren Panel, das von Dr. Monika Griefahn, Ministerin a. D. und Vorsitzende des Beirats von C2C NGO, moderiert wurde. Eine regenerative Landwirtschaft ist unerlässlich, um den Verlust von nährstoffreichem Boden nicht nur zu verhindern, sondern wieder mehr fruchtbaren Boden aufzubauen, so Tobias Bandel, Head of Biome bei The Landbanking Group, einer Plattform für die Bewertung von kritischen Ökosystemdienstleistungen. Alle landwirtschaftlichen Akteur*innen könnten sich ihr Geschäftsmodell sichern, wenn sie in regenerative Landwirtschaft investieren. “Ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns nicht anmaßen sollten, der Natur ein Preisschild umzuhängen. Aber die Hütte brennt und Geld kann helfen, Prozesse zu beschleunigen”, so Bandel. Dr. Alexandra von Stosch, die als Geschäftsführerin von Artprojekt Entwicklungen unter anderem in Kon­zep­te investiert, die dazu bei­tra­gen, Diver­si­tät zu erhal­ten und den Zugang zu aus­rei­chend gesun­der Ernäh­rung zu ermög­li­chen, sieht ebenfalls einen wichtigen Hebel in der Bepreisung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen für unterschiedliche Zwecke: “Tank oder Teller: der Bauer fragt sich eben, was er anbauen soll, was ihm wie viel einbringt.Tim Gräsing setzt als Gründer von ReGood auf die Kreislaufführung von Resten bei der Lebensmittelproduktion. Er hat ein Patent entwickelt, wie aus Treber, also übriger Gerste beim Bierbrauen, ein flüssiges Mehl hergestellt werden kann. Daran zeige auch die Lebensmittelindustrie Interesse, so habe ReGood sein Produkt bereits in einem Projekt mit Dr. Oetker eingesetzt. “Bis zu 50% der konventionellen Mehle können durch dieses flüssige Mehl ersetzt werden”, so Gräsing.

vier Personen sitzen vor Tafel mit Mikrofon
C2C in der Bildung

Um C2C in die Mitte der Gesellschaft zu tragen, braucht es Bildungsansätze für verschiedene Zielgruppen. Wie solche Ansätze aussehen könnten, diskutierten die Speaker*innen auf dem nächsten Panel, moderiert von Anna Britz & Lisa-Sophie Kinne aus dem Bildungsreferat von C2C NGO. Das Referat setzt auf einen Bildungswandel von unten und stellt Lehrpersonen und anderen Multiplikator*innen dafür Bildungsmaterialien und Wissen über C2C zur Verfügung. Doch oft bleibt in den starren Schulstrukturen wenig Zeit für neue Ansätze, berichtete Philip Elsen, Lehrer und Fachbereichsleiter Politik & Gesellschaftswissenschaften am Beethoven-Gymnasium Berlin. Die Schule versucht als C2C-Pilotschule Cradle to Cradle in den Unterricht einzubringen und aktiv im Schulalltag, beispielsweise in der Gestaltung der Klassenzimmer, umzusetzen. Ein Vorteil von C2C sei dabei, die Selbstwirksamkeit, die Schüler*innen dadurch erfahren. “Was hängen bleibt, ist das, was möglich wird und man selbst ausprobiert, worauf man stolz sein kann”, so Elsen. “Bildung und C2C gehören auf jeden Fall zusammen”, stimmte Sophie Pallaske zu, die als eine von knapp 1000 ehrenamtlich Aktiven von C2C NGO und Sprecherin der Regionalgruppe Thüringen C2C auf regionaler Ebene voranbringt. Christian Schlimok ist Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Novamondo und unterrichtet zu Circular Design und Nachhaltigkeitskommunikation an verschiedenen Hochschulen. “Studierende sind diejenigen, die künftig Entscheidungen treffen werden”, betonte Schlimok, deshalb versuche er, ihnen im Studium Wissen zur Kreislaufwirtschaft mitzugeben. Dass das auch bei jüngeren Lernenden funktioniert, konnte Kamila Pasko, Gründerin und Geschäftsführerin von WoodenValley, bestätigen. “Gerade haptische Methoden ohne vorgegebenen Lösungsweg, beispielsweise zum Erlernen von Kreisläufen, führen bei jüngeren Teilnehmenden immer zu Begeisterung”, sagte Pasko. Laura Scherer, Inhaberin von Circu:Culture, hat sich ebenfalls der Wissensvermittlung zirkulärer Themen verschrieben. Ihr Ziel sei dabei nicht nur Informationsvermittlung, sondern auch die emotionale Überzeugung, so Scherer. Dafür müsse man auch bei Unternehmen ansetzen: “Es gibt viel zu viele Unternehmen, die aktiv noch Abfälle produzieren.” Das wolle sie mit ihrer Arbeit ändern.

Publikum in Raum, ca. 50 Personen sitzend

Designkonzept

Um unser Klima- und Ressourcenproblem langfristig zu lösen, müssen wir Menschen umdenken und umgestalten. Das C2C Designkonzept ist die Anleitung dafür. Es ist natürlichen Kreisläufen nachempfunden, in denen jeglicher Abfall Nährstoff für etwas Neues ist. Cradle to Cradle berücksichtigt alle ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte von Produkten bereits in der Planungsphase. Dabei kommen ausschließlich kreislauffähige Materialien zum Einsatz, die für den konkreten Zweck eines Produkts geeignet sind.

Svenja Damberg

Svenja Damberg ist seit 2021 Senior Research Fellow am Institut für Technologie- und Innovationsmanagement der TU Hamburg. Sie ist außerdem Projektmitarbeiterin für Technologie- und Innovationsmanagement und Wissenstransfer bei der Cradle to Cradle-Modellregion Nordostniedersachsen. Damberg schrieb ihre Dissertation im Bereich Kundenmanagement bei Genossenschaftsbanken an der TU Hamburg. Zuvor war sie u.a. beim Recruiting-Technologie-Startup RelinkLabs in Kopenhagen im Bereich Marketing und Kommunikation tätig. Sie hat Business and Development Studies an der Copenhagen Business School studiert.

 

//ENGLISH

Svenja Damberg has been a Senior Research Fellow at the Institute for Technology and Innovation Management at TU Hamburg since 2021. She is also a project associate for technology and innovation management and knowledge transfer at the Cradle to Cradle Model Region Northeast Lower Saxony. Damberg wrote her dissertation in the field of customer management at cooperative banks at the TU Hamburg. Previously, she worked in marketing and communications at the recruiting technology startup RelinkLabs in Copenhagen, among others. She studied Business and Development Studies at Copenhagen Business School.

Christoph müller

Christoph Müller arbeitet seit 2015 für die Gebäudewirtschaft der Hansestadt Lüneburg. Dort leitet er aktuell das C2C-inspirierte Probeprojekt „Neubau Hort Anne-Frank-Schule“. Zuvor hat er 9 Jahre als Bauleiter und in der Projektentwicklung gearbeitet. Müller ist gelernter Tischler und Bauingenieur.

 

//ENGLISH
Christoph Müller has been working for the building management department of the Hanseatic City of Lüneburg since 2015. There, he is currently managing the C2C-inspired trial project „Neubau Hort Anne-Frank-Schule“. Prior to that, he worked for 9 years as a construction manager and in project development. Müller is a trained carpenter and civil engineer.

Andreas Thürmer

Andreas Thürmer ist seit 2020 Leiter der Geschäftseinheit Strategie, Organisation und Kommunikation bei der Berliner Stadtreinigung. Er ist seit 2001 bei der BSR und war dort als Leiter des Vorstandsbüro, Prokurist und Leiter der Organisationsentwicklung tätig. Zuvor war Thürmer interner Berater bei Audi. Er ist außerdem Vorstandsvorsitzender der Entsorgergemeinschaft der deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. und Mitglied im Umweltausschuss der IHK Berlin. Thürmer ist Diplom-Ingenieur und hat an der Universität Stuttgart Maschinenbau studiert.

 

//ENGLISH
Andreas Thürmer has been head of the Strategy, Organization and Communication business unit at Berliner Stadtreinigung since 2020. He has been with BSR since 2001, where he served as head of the board office, authorized signatory and head of organizational development. Prior to that, Thürmer was an internal consultant at Audi. He is also chairman of the board of the Entsorgergemeinschaft der deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. and a member of the environmental committee of the Berlin Chamber of Industry and Commerce. Thürmer holds a degree in engineering and studied mechanical engineering at the University of Stuttgart.

Peter Kurth

Peter Kurth ist seit 2008 geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft. Seit 2020 ist der studierte Jurist zudem Präsident des europäischen Entsorgerverbands FEAD. In seiner beruflichen Laufbahn war Kurth unter anderem für die Deutsche Bank und die Kreditbank als Jurist tätig und war von 2001 bis 2009 Vorstandsmitglied des Berliner Entsorgungsunternehmens Alba. Zuvor begleitete Kurth unterschiedliche politische Ämter. Ab 1994 war er Staatssekretär im Berliner Finanzsenat und ab 1999 Finanzsenator. Er war zudem Aufsichtsrat in unterschiedlichen Kreditunternehmen wie der Bankgesellschaft Berlin sowie der Landesbank Berlin und Abgeordneter des Abgeordnetenhauses Berlin.

 

//ENGLISH
Peter Kurth has been Executive President of the Federal Association of the German Waste Management, Water and Raw Materials Industry (BDE) since 2008. Since 2020, the law graduate has also been President of the European Waste Management Association FEAD. In his professional career, Kurth has worked as a lawyer for Deutsche Bank and Kreditbank and was a member of the executive board of the Berlin waste management company Alba from 2001 to 2009. Prior to that, Kurth held various political offices. From 1994, he was State Secretary in the Berlin Finance Senate and from 1999 Finance Senator. He was also a member of the supervisory board of various credit companies such as Bankgesellschaft Berlin and Landesbank Berlin, and a member of the Berlin House of Representatives.

Lorena Zangl

Lorena Zangl arbeitet seit 2017 in der hauptamtlichen Geschäftsstelle der C2C NGO. Seit 2020 leitet sie als Referentin den Bereich Kommunale Entwicklung und betreut in dieser Funktion das Netzwerk C2C Regionen. Außerdem ist sie für die Erarbeitung eines Leitfadens für kommunale Beschaffung und C2C verantwortlich. Sie studierte „Political & Social Studies“ und „Öffentliches Recht“ an der Universität in Würzburg und absolvierte den Master Global Change Management an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Zuvor sammelte sie Arbeitserfahrungen im Stiftungsbereich, verschiedenen NGOs für Umwelt und Soziales und Bundespolitik.


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Lorena Zangl has been working for C2C NGO since 2017. Since 2020, she has been head of the Municipal Development department and, in this capacity, oversees the “C2C Regions Network”. She is also responsible for the development of a guide for municipal procurement and C2C. She studied „Political & Social Studies“ and „Public Law“ at the University of Würzburg and completed a Master’s degree in Global Change Management at the University for Sustainable Development in Eberswalde. Previously, she gained work experience in the foundation sector, various environmental and social NGOs and federal politics.

Ilse Beneke

Ilse Beneke leitet seit 2016 die Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung beim Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern und für Heimat, wo sie sich mit der praktischen Implementierung von Nachhaltigkeitskriterien in öffentlichen Auftragsvergaben befasst. Zuvor war sie Referentin im Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg. Beneke ist Volljuristin mit Spezialisierung Umweltrecht und hat 2013 berufsbegleitend ihren Master zum Thema „Responsible Management“ abgeschlossen.

 

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Ilse Beneke has headed the Competence Center for Sustainable Procurement at the Procurement Office of the Federal Ministry of the Interior and Home Affairs since 2016, where she deals with the practical implementation of sustainability criteria in public procurement. Previously, she was an advisor at the Ministry of the Environment, Health and Consumer Protection of the State of Brandenburg. Beneke is a fully qualified lawyer specializing in environmental law and completed her master’s degree in „Responsible Management“ in 2013 while working.

Dagmar Schulz

Dagmar Schulz ist seit 2021 erste Landrätin des Landkreises Lüchow-Dannenberg. Sie ist seit 2003 im Landkreis Lüchow-Dannenberg tätig und hat dort unter anderem die Fachbereiche Kultur, Kreisarchiv und Museen, kaufmännisches Gebäudemanagement, Straßenverkehr sowie Jugend-Familie-Bildung geleitet.

 

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Dagmar Schulz has been the first female district administrator of the Lüchow-Dannenberg district since 2021. She has worked in the district of Lüchow-Dannenberg since 2003 and has headed the departments of culture, district archives and museums, commercial building management, road traffic and youth-family-education, among others.

BERNHARD REGER

Bernhard Reger leitet seit Mai 2021 die Bereiche Marketing und Unternehmenskommunikation der Leipfinger-Bader Ziegelwerke. Zuvor war er in unterschiedlichen Kommunikations- und Marketingagenturen tätig, unter anderem als Mitgründer und Teilhaber der Agentur Synektar und Inhaber und Gründer von reger’s Design- und Kommunikationsagentur. Reger ist gelernter Werbekaufmann und Diplom-Kommunikationswirt.

 

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Bernhard Reger has been in charge of marketing and corporate communications at Leipfinger-Bader Ziegelwerke since May 2021. He previously worked in various communications and marketing agencies, including as co-founder and partner of the Synektar agency and owner and founder of reger’s design and communications agency. Reger is a trained advertising merchant and holds a degree in communications.

Vanja schneider

Vanja Schneider ist seit 2020 Geschäftsführer und Strategieverantwortlicher der Moringa GmbH. Zuletzt war er als Geschäftsführer der Interboden-Gruppe unter anderem für das Projekt The Cradle in Düsseldorf verantwortlich. Schneider ist Bau- und Wirtschaftsingenieur und seit 1991 in der Immobilienwirtschaft, vor allem in der Immobilienentwicklung, tätig.


//ENGLISH
Vanja Schneider has been Managing Director and Head of Strategy at Moringa GmbH since 2020. Most recently, as Managing Director of the Interboden Group, he was responsible, among other things, for The Cradle project in Düsseldorf. Schneider is a civil and industrial engineer and has been working in the real estate industry, primarily in real estate development, since 1991.

sören bartol

Sören Bartol ist seit Dezember 2021 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Zuvor war er von 2013 bis 2021 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Seit 2002 ist Bartol direkt gewähltes MdB für den Wahlkreis Marburg-Biedenkopf. Er ist seit vielen Jahren für die Themen Bau, Wohnen und Stadtentwicklung zuständig, u.a. als Arbeitsgruppensprecher im Bundestag. Bartol ist Diplom-Politologe.


ENGLISH
Sören Bartol has been Parliamentary State Secretary at the Federal Ministry for Housing, Urban Development and Building since December 2021. He was previously deputy chairman of the SPD parliamentary group from 2013 to 2021. Since 2002, Bartol has been a directly elected Member of Parliament for the constituency of Marburg-Biedenkopf. He has been responsible for the topics of construction, housing and urban development for many years, including as a working group spokesman in the Bundestag. Bartol holds a degree in political science.

Dr. hans georg brendle

Dr. Hans Georg Brendle ist seit 1997 Research & Development Manager bei der J. Rettenmaier & Söhne GmbH+Co KG, zu der unter anderem JRS Petcare gehört. Er ist Diplom-Chemiker und hat an der Eberhard Karls Universität Tübingen promoviert. Er beschäftigt sich unter anderem mit der mechanischen und chemischen Verarbeitung von pflanzlichen Zellstoffen für Anwendungen in Pharma, Lebensmitteln und Technik.

 

ENGLISH
Dr. Hans Georg Brendle has been Research & Development Manager at J. Rettenmaier & Söhne GmbH+Co KG, which includes JRS Petcare, since 1997. He holds a degree in chemistry and a doctorate from Eberhard Karls University in Tübingen. Among other things, he is involved in mechanical and chemical processing of cellulosic plant material for pharmaceutical, food and technical applications.

Thomas Bader

Thomas Bader ist Gründer und Geschäftsführer der Leipfinger-Bader GmbH sowie Gründer & Geschäftsführender Gesellschafter der Bader Media GmbH. Darüber hinaus hält Bader diverse Aufsichtsrats- und Vorstandspositionen inne, beispielsweise beim Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V. Er ist Diplom-Ingenieur und Diplom-Kaufmann.


//ENGLISH
Thomas Bader is founder and managing director of Leipfinger-Bader GmbH as well as a founder & managing partner of Bader Media GmbH. In addition, Bader holds various supervisory board and executive board positions, for example at the Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V. He holds a degree in engineering and a degree in business administration.

Dipl. agr. Ing.
Aloys Oechtering

Aloys Oechtering ist seit 1989 Bereichsleiter im Unternehmensbereich organische Abfälle, Biomasse und Bioenergie der Unternehmensgruppe Remondis. Er ist außerdem Geschäftsführer verschiedener Spezialgesellschaften für organische Abfälle, wie Remondis SmartRec, und Aufsichtsratsmitglied verschiedener Beteiligungsgesellschaften mit kommunalen Partnern. Oechtering ist in diversen Verbänden, wie beispielsweise dem Entsorgerverband BDE tätig. Er studierte Agrarwissenschaften an der TU München und der Universität Göttingen.

 

 

ENGLISH

Aloys Oechtering has been head of the organic waste, biomass and bioenergy division of Remondis Group since 1989. He is also managing director of various specialist companies for organic waste, for example Remondis SmartRec, and a member of the supervisory boards of various associated companies with municipal partners. Oechtering is active in associations such as the BDE. He studied agricultural sciences at the Technical University of Munich and the University of Göttingen.

Manuel Ehlers

Manuel Ehlers ist seit 2016 Head of Sustainable Property der Triodos Bank. Seit 2021 ist Ehlers außerdem Mitglied im Immobilienbeirat der DGNB. Zuvor war er als Projektentwickler viele Jahre mit der Konzeption und Realisierung von Immobilienprojekten in Berlin betraut. Er ist gelernter Wirtschaftsingenieur mit einer Spezialisierung auf nachhaltiges Bauen.

 

ENGLISH
Manuel Ehlers has been Head of Sustainable Property at Triodos Bank since 2016. Since 2021, Ehlers has also been a member of the DGNB’s Real Estate Advisory Board. Previously, he worked for many years as a project developer and was in charge of the conception and realization of real estate projects in Berlin. He is a trained industrial engineer specialized in sustainable construction.

André Siedenberg

André Siedenberg ist seit 2014 bei der Kommunal Agentur NRW GmbH in Düsseldorf als Berater für kommunale Beschaffung tätig. Seit 2015 ist er außerdem als Rechtsanwalt zugelassen. Er vertritt öffentliche Auftraggeber in Nachprüfungsverfahren, hält Seminare zum Vergaberecht und unterstützt Nichtregierungsorganisationen in allen Fragen der nachhaltigen Beschaffung. Zuvor war er im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen im Referat für Vergaberecht tätig. Siedenberg studierte Rechtswissenschaften und Europäisches Recht an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

 

ENGLISH
André Siedenberg has been working as a consultant for municipal procurement at Kommunal Agentur NRW GmbH in Düsseldorf since 2014. He has also been admitted to the bar in 2015. In this capacity, he represents public contracting authorities in review proceedings, holds seminars on public procurement law, and supports NGOs in all matters of sustainable procurement. Previously, he worked at the Ministry for Economic Affairs, Energy, Industry, SMEs and Trade of the State of North Rhine-Westphalia in the department for public procurement law. Siedenberg studied law and European law at the Julius Maximilian University of Würzburg.

Natalie
Rottmann-Boos

Natalie Rottmann-Boos ist seit 2020 als Projektmanagerin in der Kompetenzstelle für sozial verantwortliche Beschaffung bei Immobilien Bremen tätig. Dort unterstützt sie den kommunalen Einkauf bei Ausschreibungen und bringt eine sozial-ökologische und zirkuläre Beschaffung voran, beispielsweise mit dem Projekt „SDG 12: Fair handeln und beschaffen `Made in Bremen´“. Zuvor war Rottmann-Boos zehn Jahre lang als Projektmanagerin im Offshore-Windkraftbereich tätig.

 

ENGLISH
Natalie Rottmann-Boos has been working as a project manager in the competence center for socially responsible procurement at Immobilien Bremen since 2020. She supports the purchasing department in tenders and promotes social-ecological and circular procurement, for example with the project „SDG 12: Fair trade and procurement `Made in Bremen´“. Before that, Rottmann-Boos worked as a project manager in the offshore wind power sector for ten years.

SYBILLE MAI

Sybille Mai ist Leading Consultant und Standortverantwortliche in Berlin für die EPEA GmbH, mit Schwerpunkt Cradle to Cradle im Bau. Zwischen 2008 und 2015 baute sie bei Drees & Sommer in Berlin die Beratungskompetenzen zur Nachhaltigkeit auf und begleitete als DGNB-Auditorin und LEED-AP eine Vielzahl von Green-Building-Zertifizierungen. Weitere Stationen führten die Diplom-Wirtschaftsingenieurin als Abteilungsleiterin für Immobilienmanagement und Geländeentwicklung zur Messe Berlin sowie in die verantwortliche Projektsteuerung.

 

ENGLISH

Sybille Mai is Leading Consultant and Site Manager for EPEA GmbHs Berlin office, with a focus on Cradle to Cradle in construction. Between 2008 and 2015, she built up sustainability consulting expertise at Drees & Sommer in Berlin and, as a DGNB auditor and LEED-AP, accompanied a large number of Green Building certifications. Further positions led her to Messe Berlin as head of department for real estate management and site development as well as into responsible project management. Mai holds a diploma degree in industrial engineering.

NORA-SOPHIE GRIEFAHN

Nora Sophie Griefahn ist Co-Gründerin und geschäftsführende Vorständin von Cradle to Cradle NGO. Die Umweltwissenschaftlerin koordiniert die politische und wissenschaftliche Arbeit der 2012 gegründeten gemeinnützigen Organisation und treibt ein Umdenken in Wissenschaft, Politik, Bildung und Gesellschaft voran, das mehr als nur Klimaneutralität zum Ziel hat. Sie ist als Expertin für Cradle to Cradle und eine klimapositive Zukunft gefragt und spricht darüber auf Veranstaltungen sowie als Gastkommentatorin oder Gesprächspartnerin in Printmedien und digitalen Formaten.  Darüber hinaus lehrt Griefahn an verschiedenen deutschen Hochschulen. 

 

// ENGLISH

Nora Sophie Griefahn is executive managing director and co-founder of Cradle to Cradle NGO. She majored in Environmental Sciences at Leuphana University Lüneburg and Goethe University Frankfurt with stays at University of Natural Resources and Life Sciences in Vienna and University of Copenhagen. As the only German, she was elected as a GreenBiz’ 30 Under 30 inspiring young leader in 2018. 

In 2012, she co-founded Cradle to Cradle NGO (C2C NGO) with Tim Janssen in order to establish Cradle to Cradle principles in economy and politics. C2C NGO connects the fields of business, education, politics, and civil society by creating networking platforms and educational formats. 

As co-executive director, Nora coordinates the NGOs scientific, political and educational work and actively shapes a new understanding of material health and circularity. Nora is a sought-after expert, speaker and panelist on Circular Economy and Cradle to Cradle with a broad expertise in chemical construction, healthy product design, and the coherences between climate change and resource scarcity. Furthermore, she is a member of various scientific advisory councils and a lecturer at the Technical University of Berlin.

TIM JANSSEN

Tim Janßen ist geschäftsführenden Vorstand und Mitbegründer der gemeinnützigen Cradle to Cradle NGO. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Dabei lag sein Fokus auf Gründung, Innovationsmanagement und verantwortungsvollem Wirtschaften. Auslandsaufenthalte führten ihn an das Athlone Institute of Technology in Irland, sowie die Universität Wien im Rahmen eines PROMOS- Stipendiums des DAAD.

Aus der Idee heraus, die Cradle to Cradle Denkschule und das Designkonzept in die Mitte der Gesellschaft zu tragen, gründete Tim Janßen 2012 C2C NGO mit und leitet diese seither als Co-Geschäftsführer. Dabei entwickelt er Strategien, um eine maximale Wirkung der Organisation auf die Gesellschaft zu erreichen, und gestaltet aktiv das Wachstum der noch jungen, stetig größer werdenden Bewegung.

Tim Janßen hält als Redner zahlreiche Fachvorträge auf nationalen und internationalen Konferenzen und Fachtagungen und gibt sein Wissen um Cradle to Cradle an Fachpublikum und Interessierte weiter. Des Weiteren lehrt er als Hochschuldozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), Leuphana Universität Lüneburg, HS Mittweida sowie der TU Berlin.


// ENGLISH

Tim Janßen is executive director and co-founder of Cradle to Cradle NGO. He majored in Business, Entrepreneurship, Innovation and Leadership at Leuphana University Lüneburg and Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). In 2012, he co-founded Cradle to Cradle NGO (C2C NGO) with Nora Sophie Griefahn. C2C NGO connects the fields of business, education, politics, and civil society by creating networking platforms and educational formats. In 2019, the NGO established the C2C LAB in Berlin: the world’s first renovation in an existing building based on Cradle to Cradle criteria. Serving as an educational center, NGO head office, and real-world laboratory, it is here where the C2C school of thought and design concept become reality. As co-executive director, Tim develops strategies to maximize the organization’s impact on society and actively shapes the growth of this young, ever-growing movement. He is a sought-after expert for Cradle to Cradle, Circular Economy and Social Entrepreneurship. He regularly holds keynotes and partakes as panelist at national and international conferences. Furthermore, Tim is a lecturer at DHBW, Leuphana University Lüneburg and TU Berlin.

dr. andreas bukowski

Andreas Bukowski ist seit 2020 Erster Bürgermeister der Gemeinde Haar. Seit 2019 ist er außerdem Vorsitzender des CSU Ortsverbands Haar und des Gewerbeverbands Haar Trudering. Zuvor war er zehn Jahre lang als Leiter Marketing & Vertrieb und als Geschäftsführer der Styx Naturcosmetics GmbH tätig. Bukowski ist promovierter Dr. Phil. und hatte zwischen 2009 und 2013 einen Lehrauftrag an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

ENGLISH

Andreas Bukowski has been First Mayor of the Bavarian municipality of Haar since 2020. Since 2019, he has also been Chairman of the local branch of the Christian Social Union party in Haar and the Haar Trudering trade association. He previously was Head of Marketing & Sales and Managing Director of Styx Naturcosmetics GmbH for ten years. Mr. Bukowski holds a PhD and was a lecturer at Ludwig Maximilian University in Munich between 2009 and 2013.

MICHAEL BEHNKE

Michael Behnke ist seit 2004 General Manager der Markenagentur Belly Button Paris. Seit 2021 vertritt er außerdem ehrenamtlich die Plant Litter Association (PLA) in Deutschland und Frankreich, die sich europaweit dafür einsetzt, Verbraucher*innen und Regierungsorgane auf das Umweltproblem mineralischer Katzenstreu aufmerksam zu machen. 2018 initiierte Behnke eine vergleichende Life-Cycle-Assessment-Studie verschiedener Arten von Katzenstreu, die erstmals das Umweltproblem Mineralstreu wissenschaftlich untersuchte. Er unterrichtet außerdem seit 2014 an der American University of Paris. Zuvor war er unter anderem für die Publicis Group, Young & Rubicam und TBWA Paris tätig.

 

ENGLISH

Michael Behnke has been the General Manager of branding and brand communication agency Belly Button Paris since 2004. Since 2021, he is the honorary representative of the Plant Litter Association (PLA) in Germany and France. The association works across Europe, raising awareness among consumers and governmental bodies about the environmental problem of mineral cat litter. In 2018, Behnke initiated a comparative life-cycle assessment study of different types of cat litter, the first to scientifically examine the environmental problem of mineral litter. He also has been a lecturer at the American University of Paris since 2014. Previously, he worked for the Publicis Group, Young & Rubicam and TBWA Paris, among others.

Vanja schneider

Biografie Text Bei der Cradle to Cradle Certified™-Zertifizierung, die das gemeinnützige Products Innovation Institute (C2CPII) vornimmt, werden verschiedene Faktoren und Ebenen der Herstellung, Nutzung und der Wiederverwertung bewertet. Es gibt fünf Abstufungen in der Zertifizierung von Basic über Bronze, Silber, Gold bis hin zu Platin, welches den höchsten Produktstandard kennzeichnet. Dabei werden die fünf Faktoren Materialgesundheit, Wiederverwendbarkeit, Nutzung erneuerbarer Energien und Kohlenstoffmanagement, Wasserqualität sowie Sozialstandards betrachtet. Weltweit gibt es aktuell knapp 300 C2C-Unternehmen mit über 8.000 C2C-Produkten.