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Cradle to Cradle ist gekommen, um zu bleiben – Rückblick auf den ersten Tag des 10. Cradle to Cradle Congress

Text: Nicole Hartmann

Unter dem Motto “Circulate. Innovate. Celebrate.” fand am 17. und 18. September 2026 der 10. Internationale Cradle to Cradle Congress an der TU Berlin statt. Rund 1.000 Teilnehmende folgten unserer Einladung zu diesem Jubiläum, das Schirmherrin Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, eröffnete. Sie blicke mit Zuversicht auf die beiden Tage und hob besonders hervor, “wie Cradle to Cradle NGO eine klare Vision mit der Arbeit an vielen kleinen Maßnahmen und einem starken Netzwerk kombiniert”. Zugleich betonte sie in ihrer Begrüßungsrede, wie wichtig es sei, “für das Gelingen der Transformation die ökologische, ökonomische und soziale Dimension gleichermaßen in den Blick zu nehmen” – ein Thema, das in vielen Programmbeiträgen aufgegriffen wurde. Hier fassen wir Eindrücke des ersten Congress-Tages zusammen.

Seit der ersten Ausgabe an der Leuphana Universität Lüneburg 2014 durften wir über 8.300 Teilnehmende, 600 Speaker*innen und 1.000 Ehrenamtliche beim Congress begrüßen. An der TU Berlin brachte er nun zum dritten Mal Menschen zusammen, die ganz konkret an Lösungen arbeiten. Diesen Aspekt betonte Gastgeberin Prof. Dr. Fatma Deniz, Präsidentin der TU Berlin, und wies darauf hin, dass auch das Mathematikgebäude, unser Veranstaltungsort, ein Reallabor sei, in dem Forschende erproben, wie sich ein Campusgebäude bewusst nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien weiterentwickeln lässt. “Als Technische Universität Berlin bringen wir wissenschaftliche Expertise, Gründergeist und zirkuläre Geschäftsmodelle zusammen, um aus nachhaltiger Forschung echte Wertschöpfung entstehen zu lassen“, so Deniz.

Auch Nora Sophie Griefahn und Tim Janßen, Co-Gründer*innen und geschäftsführende Vorständ*innen von Cradle to Cradle NGO würdigten die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die gemeinsam gesetzten Impulse in Lehre und Forschung an der Technischen Universität. Sie schauten auf die Entwicklung und Erfolge der NGO zurück: „Seit dem ersten C2C Congress bringen wir Menschen zusammen, die Cradle to Cradle früh verstanden, weitergedacht und in die Praxis getragen haben.” Mit einem Ausblick auf das vielschichtige Programm und die eigenen neuen Initiativen und Vorhaben stimmten sie das Publikum auf erkenntnisreiche Tage ein: “Der Congress ist ein begeisternder Moment, in dem vielfältige Perspektiven aus unserer Community for Change zusammenkommen, in dem wir alle voneinander lernen können, der uns Mut mach

Ist Cradle to Cradle der Kern einer neuen industriellen Revolution?

 

Mit dieser These reflektierte Philosoph und Schriftsteller Michael Schmidt-Salomon in seiner Keynote die entscheidende Grundhaltung von Cradle to Cradle: düsteren Zukunftsszenarien und Zynismus mit einem positiven Menschenbild begegnen, in dem der Mensch als Nützling wirkt. Er beschrieb die Vision des Chemie-Nobelpreisträgers Paul Crutzen von einem “Guten Anthropozän” als einem Zeitalter, das nicht mehr “durch anhaltende Plünderung der Erdressourcen und durch übermäßige Entsorgung von Abfallprodukten in die Umwelt geprägt sein wird, sondern durch eine bessere Technologie und bessere Bewirtschaftung sowie einen achtsameren Umgang mit der natürlichen Umwelt.” Die Menschheit sei intelligent genug, das Erdsystem zu verstehen, und müsse daher ihrer planetaren Verantwortung gerecht werden und “gemeinsam die Biosphäre erhalten und gestalten“, so Schmidt-Salomon. Wenn Ingenieur*innen, Designer*innen, Politiker*innen, Unternehmer*innen – wir alle – uns an der Strahlkraft einer solchen Vision orientieren würden, könne auch autoritären Kräften, die sich in düsteren Zukunftsszenarien als Lichtgestalten inszenieren, etwas entgegengesetzt werden. Es brauche ein “neues kulturelles Mindset, um den Glauben daran, dass eine bessere Welt möglich ist, wiederzugewinnen”. Schon 2014 beim ersten Congress habe er das Potenzial gesehen, dass mit einer “Wirtschaft nach C2C-Prinzipien die wohl größte industrielle Revolution der gesamten Menschheitsgeschichte” möglich wäre. Zu sehen, wie die Bewegung seitdem gewachsen ist, bestärke ihn in seiner Zuversicht, schloss Schmidt-Salomon.

In der Tat wurden im folgenden Programm eine Reihe von Innovationen vorgestellt, die das Potenzial haben, den Umgang mit Rohstoffen und die Herstellung und Nutzung von Produkten zu revolutionieren. Seit über 15 Jahren forscht z. B. Iris Ceramica Group an keramischen Oberflächen, die mithilfe von Licht Schadstoffe aus der Luft abbauen (Photokatalyse). Die ökoaktiven Oberflächen haben luftreinigende, hygienische und selbstreinigende Eigenschaften und entfalten so eine positive Wirkung auf ihre Umgebung. Project Lead Tanja Pahlke stellte in ihrem C2C-Impuls öffentliche Gebäude u. a. in Frankfurt/Main und Mainz vor, in denen solche Fliesen bereits verbaut wurden. Auch die erprobten Design-für-Demontage-Konzepte und die Weiterentwicklung von Furniture-as-a-Service-Geschäftsmodellen von Ahrend, die CEO Rolf Verspuij präsentierte, zeigten die langfristige Wirkung des Umbaus von einem linearen  Produktionsmodell zu einem zirkulären Dienstleistungsmodell. Daniel Sieberer, Geschäftsführer von GIWA Kunststofftechnik, veranschaulichte am Beispiel der blauen Displaypalette, dass das Produktdesign von Anfang an die Bedürfnisse der gesamten Wertschöpfungskette wie Handel, Logistik, Produktion berücksichtigen muss. Die aus dem Einzel- und Drogeriehandel bekannte Palette des Unternehmens zirkuliert in einem europaweiten Verleihsystem. Richtig umgesetzt, spare C2C Primärrohstoffe und Logistikkosten und halte die Wertschöpfung in der Region, so Sieberer.

 

Was entstehen kann, wenn Innovation und politische Rahmenbedingungen ineinandergreifen

 

Gerade mit Blick auf europäische Märkte war es interessant, zwei Perspektiven aus der unternehmerischen Praxis zu hören. Ward Scheelen, Public Affairs Manager der Runden Group, und Michael Buck, Logistikexperte und Head of Cradle to Cradle bei WBG-Pooling, einer Tochtergesellschaft der Runden Group, stellten ihre Sicht auf die praktische Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung – Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) – vor. Es wurde deutlich, dass Unternehmen, die nach C2C-Prinzipien produzieren und zirkuläre Mehrwegsysteme betreiben, die Vorgaben der PPWR organisatorisch und technologisch bereits vorweggenommen haben. „Die PPWR beschreibt, was erreicht werden soll, und Cradle to Cradle hilft einem dabei, diese Ziele umzusetzen,“ so Buck.

 

Damit Cradle to Cradle-Modelle auf den von Kostendruck dominierten Märkten bestehen können und bestenfalls sogar Wettbewerbsvorteile haben, braucht es stringente politische Rahmenbedingungen. Dazu bot Jan Ceyssens, Stellvertretender Kabinettschef der für Circular Economy zuständigen EU-Kommissarin Jessika Roswall, kurz vor Veröffentlichung des European Circular Economy Acts einen Einblick. Er ging besonders darauf ein, welche Rolle C2C und zirkuläres Design heute und künftig für Europas wirtschaftliche Souveränität,  Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit spielen. “Um Kreislaufwirtschaft im großen Maßstab zu etablieren, brauchen Unternehmen ein tragfähiges Geschäftsmodell. Mit dem kommenden European Circular Economy Act werden wir den EU-Binnenmarkt und seine 450 Millionen Verbraucher fokussieren, um Geschäftsmodelle rund um Kreislaufwirtschaft und zirkuläres Design im Mainstream zu verankern,” so Ceyssens. 

 

Wie Rohstoffsouveränität mit fairen Lieferketten und globaler Gerechtigkeit zusammengeht, diskutierte Ceyssens anschließend mit Yadir Salazar Mejía, Botschafterin der Republik Kolumbien in Deutschland, und Dr. Olaf Deutschbein, Leiter des Büros für Investitions- und Technologieförderung der UNIDO. Statt den Globalen Süden weiterhin als reine Exportquelle billiger Primärrohstoffe zu sehen, müsse man international gleichberechtigte Partnerschaften und gemeinsame Regulierungsstandards etablieren, die lokale Wertschöpfung und Perspektiven vor Ort fördern. Über Ansätze wie zirkuläres Re-Mining, definierte, gesunde Materialströme und eigenständige Geschäftsmodelle lasse sich der Rohstoffbedarf des Globalen Nordens mit fairen Arbeitsbedingungen verbinden. Salazar Mejía schloss die Diskussion mit einem starken Fazit: “Cradle to Cradle ist eine sehr mächtige Waffe gegen Armut”.

 

Welche Regionen schon Vorreiter bei der Entwicklung nach C2C sind, haben wir auf dem Panel mit Constanze Arndt, Oberbürgermeisterin von Zwickau und Präsidiumsmitglied Deutscher Städtetag, Robert Marlow, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen, Frank Wolters, Geschäftsführer Berlin TXL Management und Meike Al-Habash, der Leiterin Zero Waste Agentur Berlin, gesehen. Ein wichtiger Aspekt ist ein Umdenken weg von rein kurzfristigen Anschaffungskosten hin zu verpflichtenden Lebenszyklus-Betrachtungen. In Niedersachsen wurden z. B. die rechtlichen Rahmenbedingungen wie Vergabe- und Bauordnungen entsprechend angepasst, um Bestandsbauten als klimaneutrale Materiallager nutzen zu können, so Marlow. Auf diese Weise könne zirkuläres Handeln vom Nischenkonzept zum allgemeinen Standard gebracht werden. Dafür brauche es mutige Ziele, so Arndt. Wolters ergänzte, dass digitale Daten helfen, Stoffströme zu erfassen. “Die Dinge so leicht zu machen, dass die Menschen gar keine andere Chance haben, als zirkulär zu handeln,“ fasste Al-Habash den Konsens der Diskussion zusammen.

Vorsprung durch C2C-Technik

 

Die Ergebnisse eines gemeinsamen Projektes mit der E.ON Foundation und wie sie weiterentwickelt werden sollten, diskutierte Nora Sophie Griefahn mit den Expertinnen Katja Hansen und Antje vom Berg. Sie waren sich einig, dass die Energiewende günstiger, resilienter und unabhängiger werden kann, wenn sie konsequent kreislauffähig gedacht wird. Dafür müssten der Ausbau erneuerbarer Energien zwingend mit der Materialebene zusammengedacht und Energieinfrastrukturen als Materiallager begriffen werden. Eine  Fokussierung auf CO₂ reiche nicht. „Es geht darum, Energiesysteme so zu entwickeln, dass wir sie auch wirklich in Kreislaufprozessen führen können – entweder im biologischen Kreislauf oder in der Technosphäre,“ so Hansen, wissenschaftliches Beiratsmitglied von C2C NGO. Und dabei sollten wir “die Menschen mitnehmen, dass sie die Energiewende für sie gewinnbringend und auch gestaltbar erleben,“ betonte vom Berg von der E.ON Foundation.

 

Auch mit technologischen Innovationen in der Robotik und verantwortungsvoller Nutzung von KI öffnen sich neue Möglichkeiten für große Sprünge in der Cradle to Cradle-Transformation. Elwyn Grainger-Jones, Executive Director des Cradle to Cradle Products Innovation Institute, stellte vor, wie Daten, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz die klaffende Lücke zwischen der nachhaltigen Kaufabsicht vieler Verbraucher*innen und ihrem tatsächlichen Konsumverhalten schließen können. Verifizierte, digital abrufbare Daten würden durch EU-Regulierungen wie den Digitalen Produktpass (DPP) künftig zur verbindlichen Voraussetzung im Markt. Lennart Osthoff, Gründer und Geschäftsführer von Repartly, stellte einen technologiegetriebenen Lösungsansatz für die riesigen Elektroschrottmengen im Sektor der „Weißen Ware“ vor. Repartly setze auf einen Dreiklang aus Software, Robotik und transparenter Nachverfolgung. Vor allem die vollautomatisierte Aufbereitung von Elektronikelementen mit Hilfe von Roboter-Einheiten senke Kosten. Eine vorausschauende Beschaffungs-Software gleiche die Marktnachfrage ab und garantiere Herstellern verlässliche Lieferzeiten für aufbereitete Ersatzteile. Osthoff plädierte dafür, Reparatur nicht länger als rein moralisches Thema zu behandeln: “Erst wenn wir das Aufarbeiten von Ersatzteilen durch Daten und Automatisierung zu einem echten Business-Case machen, halten wir Elektronikkomponenten in einem geschlossenen, wirtschaftlich tragfähigen Kreislauf.“

 

Cradle to Cradle-Vordenker und Chemiker Prof. Dr. Michael Braungart formulierte zum Thema nationale Wertschöpfungsketten: “China und Kolumbien sollten uns keine Rohstoffe mehr verkaufen. Stattdessen sollten wir die Nutzung kaufen, nicht das Material an sich. Dann könnte Kolumbien noch in 500 Jahren an seinen Ressourcen verdienen.” Über die Situation bei uns vor Ort sagte er: “Wir könnten mit der Masse an Autoschrott in Deutschland unseren Bedarf an Rohstoffen für neue Autos decken und Vollbeschäftigung erreichen.” Er teilte erste Erkenntnisse aus einer gemeinsam mit ZF Friedrichshafen und der Hans-Böckler-Stiftung erarbeiteten Studie “Auto zu Auto” über eine C2C-Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie. Am Beispiel von Bremsscheiben verdeutlichte er, wie hochwertiger Stahl aus Autoteilen wiederverwendet werden könnte, statt verschrottet und zu minderwertigen Legierungen weiterverarbeitet zu werden. Braungart öffnete damit den Blick für eine Chance, die Identität Deutschlands als Industriestandort zu wahren und von Unsicherheit profitierende, populistische politische Tendenzen abzuwehren.

 
 

Impulse der nächsten Generation an C2C-Innovator*innen brachte Prof. Dr. Dodo zu Knyphausen-Aufseß mit einigen seiner Studierenden auf die Bühne. Sie stellten ihre Forschungsergebnisse zur Umsetzung von Cradle to Cradle in der Elektronikbranche vor. Bis zu 80 % der Umweltauswirkungen würden bei Kunststoffen und Metallen  bereits im Design festgelegt. Bei Smartphones etwa verhinderten unzertrennliche Verklebungen und komplexe Mehrschichtstrukturen bislang eine sortenreine Rückgewinnung. Das Potenzial für Urban Mining scheitere zudem an hohen Anfangskosten und an Mindestmengen der Schmelzhütten, die kleinere Akteure nicht erreichen. Die Forscher*innen zeigten deshalb eine klare Lösungs-Hierarchie auf: Langlebigkeit, Reparierbarkeit und langer Software-Support schlagen reine Recyclingquoten. Allerdings brauche es neben zirkulären Designstandards auch das aktive Mitwirken der Verbraucher*innen, um ungenutzte Altgeräte wieder dem Stoffkreislauf zuzuführen. 

 

Dazu passend hat Cradle to Cradle NGO die Electronics Initiative gestartet. Sie vereint Akteure aus Industrie, Forschung, Zivilgesellschaft und Politik, um praxistaugliche Branchenstandards und übertragbare Transformationspfade zu entwickeln. Nora Sophie Griefahn und Tim Janßen haben die Co-Initiator*innen Uwe Amrhein, Röchling Stiftung, und Dr. Alexandra Schmied, Bertelsmann Stiftung, zu einem gemeinsamen Panel eingeladen. Mit Projektpartner Alexander Meyer zum Felde von Boston Consulting Group diskutierten sie, wie die Transformation der Elektronikbranche weg von starren Recyclingquoten hin zu kollaborativen Netzwerken und zirkulären Geschäftsmodellen zu führen sei. In der gemeinsamen Studie von C2C NGO und BCG zeigt sich, dass allein im europäischen Elektroniksektor ein ungenutzter Materialwert von über 65 Milliarden Euro liegt. Eine bemerkenswerte Erkenntnis, die erstmals mit konkreten Zahlen die Argumente für eine Wirtschaft nach C2C unterstreicht. Durch den Einsatz materialgesunder Designs, gezielten Refurbishments und neu gedachten Product-as-a-Service-Modellen könne die Elektronikbranche zum skalierbaren Pionierfeld für Rohstoffsouveränität und Wertschöpfung im europäischen Binnenmarkt werden.

 

Der erste Congress Tag endete mit der ersten Cradle to Cradle Fashion Show. Ehrenamtliche Models zeigten kreislauffähige und Cradle to Cradle zertifizierte und inspirierte Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires der Marken Bonprix, Mela, Pacific Jeans, Roccamore und Socklab. Vertreter*innen der Unternehmen gaben im Gespräch mit Moderatorin Nina Eichinger kurze Einblicke, wie eine zirkuläre Bekleidungswirtschaft konkret aussieht und wie sie mit zirkulärem Design, gesunden Materialien und fairen Produktionsprozessen ihrer Verantwortung für Mensch und Natur nachkommen. Ein kurzweiliger und aufmunternder Ausklang. Am nächsten Tag gab es viele weitere Einblicke in die Bandbreite der Sektoren, in denen C2C vorangebracht wird. Welche Erwartungen Unternehmer*innen an die Politik haben, wurde u. a. mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Matthias Miersch auf dem Panel zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie diskutiert. Richtungsweisende Keynotes hörten wir von der Präsidentin des Sozialverbands VDK, Verena Bentele und der Unternehmerin Anna Alex. Ein Überblick über die Highlights vom zweiten Congress-Tag folgt in Kürze. Wer in einzelne Beiträge reinschauen möchte, findet die Videos auf unserem C2C-Kanal.

Designkonzept

Um unser Klima- und Ressourcenproblem langfristig zu lösen, müssen wir Menschen umdenken und umgestalten. Das C2C Designkonzept ist die Anleitung dafür. Es ist natürlichen Kreisläufen nachempfunden, in denen jeglicher Abfall Nährstoff für etwas Neues ist. Cradle to Cradle berücksichtigt alle ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte von Produkten bereits in der Planungsphase. Dabei kommen ausschließlich kreislauffähige Materialien zum Einsatz, die für den konkreten Zweck eines Produkts geeignet sind.

Svenja Damberg

Svenja Damberg ist seit 2021 Senior Research Fellow am Institut für Technologie- und Innovationsmanagement der TU Hamburg. Sie ist außerdem Projektmitarbeiterin für Technologie- und Innovationsmanagement und Wissenstransfer bei der Cradle to Cradle-Modellregion Nordostniedersachsen. Damberg schrieb ihre Dissertation im Bereich Kundenmanagement bei Genossenschaftsbanken an der TU Hamburg. Zuvor war sie u.a. beim Recruiting-Technologie-Startup RelinkLabs in Kopenhagen im Bereich Marketing und Kommunikation tätig. Sie hat Business and Development Studies an der Copenhagen Business School studiert.

 

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Svenja Damberg has been a Senior Research Fellow at the Institute for Technology and Innovation Management at TU Hamburg since 2021. She is also a project associate for technology and innovation management and knowledge transfer at the Cradle to Cradle Model Region Northeast Lower Saxony. Damberg wrote her dissertation in the field of customer management at cooperative banks at the TU Hamburg. Previously, she worked in marketing and communications at the recruiting technology startup RelinkLabs in Copenhagen, among others. She studied Business and Development Studies at Copenhagen Business School.

Christoph müller

Christoph Müller arbeitet seit 2015 für die Gebäudewirtschaft der Hansestadt Lüneburg. Dort leitet er aktuell das C2C-inspirierte Probeprojekt „Neubau Hort Anne-Frank-Schule“. Zuvor hat er 9 Jahre als Bauleiter und in der Projektentwicklung gearbeitet. Müller ist gelernter Tischler und Bauingenieur.

 

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Christoph Müller has been working for the building management department of the Hanseatic City of Lüneburg since 2015. There, he is currently managing the C2C-inspired trial project „Neubau Hort Anne-Frank-Schule“. Prior to that, he worked for 9 years as a construction manager and in project development. Müller is a trained carpenter and civil engineer.

Andreas Thürmer

Andreas Thürmer ist seit 2020 Leiter der Geschäftseinheit Strategie, Organisation und Kommunikation bei der Berliner Stadtreinigung. Er ist seit 2001 bei der BSR und war dort als Leiter des Vorstandsbüro, Prokurist und Leiter der Organisationsentwicklung tätig. Zuvor war Thürmer interner Berater bei Audi. Er ist außerdem Vorstandsvorsitzender der Entsorgergemeinschaft der deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. und Mitglied im Umweltausschuss der IHK Berlin. Thürmer ist Diplom-Ingenieur und hat an der Universität Stuttgart Maschinenbau studiert.

 

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Andreas Thürmer has been head of the Strategy, Organization and Communication business unit at Berliner Stadtreinigung since 2020. He has been with BSR since 2001, where he served as head of the board office, authorized signatory and head of organizational development. Prior to that, Thürmer was an internal consultant at Audi. He is also chairman of the board of the Entsorgergemeinschaft der deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. and a member of the environmental committee of the Berlin Chamber of Industry and Commerce. Thürmer holds a degree in engineering and studied mechanical engineering at the University of Stuttgart.

Peter Kurth

Peter Kurth ist seit 2008 geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft. Seit 2020 ist der studierte Jurist zudem Präsident des europäischen Entsorgerverbands FEAD. In seiner beruflichen Laufbahn war Kurth unter anderem für die Deutsche Bank und die Kreditbank als Jurist tätig und war von 2001 bis 2009 Vorstandsmitglied des Berliner Entsorgungsunternehmens Alba. Zuvor begleitete Kurth unterschiedliche politische Ämter. Ab 1994 war er Staatssekretär im Berliner Finanzsenat und ab 1999 Finanzsenator. Er war zudem Aufsichtsrat in unterschiedlichen Kreditunternehmen wie der Bankgesellschaft Berlin sowie der Landesbank Berlin und Abgeordneter des Abgeordnetenhauses Berlin.

 

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Peter Kurth has been Executive President of the Federal Association of the German Waste Management, Water and Raw Materials Industry (BDE) since 2008. Since 2020, the law graduate has also been President of the European Waste Management Association FEAD. In his professional career, Kurth has worked as a lawyer for Deutsche Bank and Kreditbank and was a member of the executive board of the Berlin waste management company Alba from 2001 to 2009. Prior to that, Kurth held various political offices. From 1994, he was State Secretary in the Berlin Finance Senate and from 1999 Finance Senator. He was also a member of the supervisory board of various credit companies such as Bankgesellschaft Berlin and Landesbank Berlin, and a member of the Berlin House of Representatives.

Lorena Zangl

Lorena Zangl arbeitet seit 2017 in der hauptamtlichen Geschäftsstelle der C2C NGO. Seit 2020 leitet sie als Referentin den Bereich Kommunale Entwicklung und betreut in dieser Funktion das Netzwerk C2C Regionen. Außerdem ist sie für die Erarbeitung eines Leitfadens für kommunale Beschaffung und C2C verantwortlich. Sie studierte „Political & Social Studies“ und „Öffentliches Recht“ an der Universität in Würzburg und absolvierte den Master Global Change Management an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Zuvor sammelte sie Arbeitserfahrungen im Stiftungsbereich, verschiedenen NGOs für Umwelt und Soziales und Bundespolitik.


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Lorena Zangl has been working for C2C NGO since 2017. Since 2020, she has been head of the Municipal Development department and, in this capacity, oversees the “C2C Regions Network”. She is also responsible for the development of a guide for municipal procurement and C2C. She studied „Political & Social Studies“ and „Public Law“ at the University of Würzburg and completed a Master’s degree in Global Change Management at the University for Sustainable Development in Eberswalde. Previously, she gained work experience in the foundation sector, various environmental and social NGOs and federal politics.

Ilse Beneke

Ilse Beneke leitet seit 2016 die Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung beim Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern und für Heimat, wo sie sich mit der praktischen Implementierung von Nachhaltigkeitskriterien in öffentlichen Auftragsvergaben befasst. Zuvor war sie Referentin im Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg. Beneke ist Volljuristin mit Spezialisierung Umweltrecht und hat 2013 berufsbegleitend ihren Master zum Thema „Responsible Management“ abgeschlossen.

 

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Ilse Beneke has headed the Competence Center for Sustainable Procurement at the Procurement Office of the Federal Ministry of the Interior and Home Affairs since 2016, where she deals with the practical implementation of sustainability criteria in public procurement. Previously, she was an advisor at the Ministry of the Environment, Health and Consumer Protection of the State of Brandenburg. Beneke is a fully qualified lawyer specializing in environmental law and completed her master’s degree in „Responsible Management“ in 2013 while working.

Dagmar Schulz

Dagmar Schulz ist seit 2021 erste Landrätin des Landkreises Lüchow-Dannenberg. Sie ist seit 2003 im Landkreis Lüchow-Dannenberg tätig und hat dort unter anderem die Fachbereiche Kultur, Kreisarchiv und Museen, kaufmännisches Gebäudemanagement, Straßenverkehr sowie Jugend-Familie-Bildung geleitet.

 

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Dagmar Schulz has been the first female district administrator of the Lüchow-Dannenberg district since 2021. She has worked in the district of Lüchow-Dannenberg since 2003 and has headed the departments of culture, district archives and museums, commercial building management, road traffic and youth-family-education, among others.

BERNHARD REGER

Bernhard Reger leitet seit Mai 2021 die Bereiche Marketing und Unternehmenskommunikation der Leipfinger-Bader Ziegelwerke. Zuvor war er in unterschiedlichen Kommunikations- und Marketingagenturen tätig, unter anderem als Mitgründer und Teilhaber der Agentur Synektar und Inhaber und Gründer von reger’s Design- und Kommunikationsagentur. Reger ist gelernter Werbekaufmann und Diplom-Kommunikationswirt.

 

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Bernhard Reger has been in charge of marketing and corporate communications at Leipfinger-Bader Ziegelwerke since May 2021. He previously worked in various communications and marketing agencies, including as co-founder and partner of the Synektar agency and owner and founder of reger’s design and communications agency. Reger is a trained advertising merchant and holds a degree in communications.

Vanja schneider

Vanja Schneider ist seit 2020 Geschäftsführer und Strategieverantwortlicher der Moringa GmbH. Zuletzt war er als Geschäftsführer der Interboden-Gruppe unter anderem für das Projekt The Cradle in Düsseldorf verantwortlich. Schneider ist Bau- und Wirtschaftsingenieur und seit 1991 in der Immobilienwirtschaft, vor allem in der Immobilienentwicklung, tätig.


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Vanja Schneider has been Managing Director and Head of Strategy at Moringa GmbH since 2020. Most recently, as Managing Director of the Interboden Group, he was responsible, among other things, for The Cradle project in Düsseldorf. Schneider is a civil and industrial engineer and has been working in the real estate industry, primarily in real estate development, since 1991.

sören bartol

Sören Bartol ist seit Dezember 2021 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Zuvor war er von 2013 bis 2021 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Seit 2002 ist Bartol direkt gewähltes MdB für den Wahlkreis Marburg-Biedenkopf. Er ist seit vielen Jahren für die Themen Bau, Wohnen und Stadtentwicklung zuständig, u.a. als Arbeitsgruppensprecher im Bundestag. Bartol ist Diplom-Politologe.


ENGLISH
Sören Bartol has been Parliamentary State Secretary at the Federal Ministry for Housing, Urban Development and Building since December 2021. He was previously deputy chairman of the SPD parliamentary group from 2013 to 2021. Since 2002, Bartol has been a directly elected Member of Parliament for the constituency of Marburg-Biedenkopf. He has been responsible for the topics of construction, housing and urban development for many years, including as a working group spokesman in the Bundestag. Bartol holds a degree in political science.

Dr. hans georg brendle

Dr. Hans Georg Brendle ist seit 1997 Research & Development Manager bei der J. Rettenmaier & Söhne GmbH+Co KG, zu der unter anderem JRS Petcare gehört. Er ist Diplom-Chemiker und hat an der Eberhard Karls Universität Tübingen promoviert. Er beschäftigt sich unter anderem mit der mechanischen und chemischen Verarbeitung von pflanzlichen Zellstoffen für Anwendungen in Pharma, Lebensmitteln und Technik.

 

ENGLISH
Dr. Hans Georg Brendle has been Research & Development Manager at J. Rettenmaier & Söhne GmbH+Co KG, which includes JRS Petcare, since 1997. He holds a degree in chemistry and a doctorate from Eberhard Karls University in Tübingen. Among other things, he is involved in mechanical and chemical processing of cellulosic plant material for pharmaceutical, food and technical applications.

Thomas Bader

Thomas Bader ist Gründer und Geschäftsführer der Leipfinger-Bader GmbH sowie Gründer & Geschäftsführender Gesellschafter der Bader Media GmbH. Darüber hinaus hält Bader diverse Aufsichtsrats- und Vorstandspositionen inne, beispielsweise beim Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V. Er ist Diplom-Ingenieur und Diplom-Kaufmann.


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Thomas Bader is founder and managing director of Leipfinger-Bader GmbH as well as a founder & managing partner of Bader Media GmbH. In addition, Bader holds various supervisory board and executive board positions, for example at the Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V. He holds a degree in engineering and a degree in business administration.

Dipl. agr. Ing.
Aloys Oechtering

Aloys Oechtering ist seit 1989 Bereichsleiter im Unternehmensbereich organische Abfälle, Biomasse und Bioenergie der Unternehmensgruppe Remondis. Er ist außerdem Geschäftsführer verschiedener Spezialgesellschaften für organische Abfälle, wie Remondis SmartRec, und Aufsichtsratsmitglied verschiedener Beteiligungsgesellschaften mit kommunalen Partnern. Oechtering ist in diversen Verbänden, wie beispielsweise dem Entsorgerverband BDE tätig. Er studierte Agrarwissenschaften an der TU München und der Universität Göttingen.

 

 

ENGLISH

Aloys Oechtering has been head of the organic waste, biomass and bioenergy division of Remondis Group since 1989. He is also managing director of various specialist companies for organic waste, for example Remondis SmartRec, and a member of the supervisory boards of various associated companies with municipal partners. Oechtering is active in associations such as the BDE. He studied agricultural sciences at the Technical University of Munich and the University of Göttingen.

Manuel Ehlers

Manuel Ehlers ist seit 2016 Head of Sustainable Property der Triodos Bank. Seit 2021 ist Ehlers außerdem Mitglied im Immobilienbeirat der DGNB. Zuvor war er als Projektentwickler viele Jahre mit der Konzeption und Realisierung von Immobilienprojekten in Berlin betraut. Er ist gelernter Wirtschaftsingenieur mit einer Spezialisierung auf nachhaltiges Bauen.

 

ENGLISH
Manuel Ehlers has been Head of Sustainable Property at Triodos Bank since 2016. Since 2021, Ehlers has also been a member of the DGNB’s Real Estate Advisory Board. Previously, he worked for many years as a project developer and was in charge of the conception and realization of real estate projects in Berlin. He is a trained industrial engineer specialized in sustainable construction.

André Siedenberg

André Siedenberg ist seit 2014 bei der Kommunal Agentur NRW GmbH in Düsseldorf als Berater für kommunale Beschaffung tätig. Seit 2015 ist er außerdem als Rechtsanwalt zugelassen. Er vertritt öffentliche Auftraggeber in Nachprüfungsverfahren, hält Seminare zum Vergaberecht und unterstützt Nichtregierungsorganisationen in allen Fragen der nachhaltigen Beschaffung. Zuvor war er im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen im Referat für Vergaberecht tätig. Siedenberg studierte Rechtswissenschaften und Europäisches Recht an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

 

ENGLISH
André Siedenberg has been working as a consultant for municipal procurement at Kommunal Agentur NRW GmbH in Düsseldorf since 2014. He has also been admitted to the bar in 2015. In this capacity, he represents public contracting authorities in review proceedings, holds seminars on public procurement law, and supports NGOs in all matters of sustainable procurement. Previously, he worked at the Ministry for Economic Affairs, Energy, Industry, SMEs and Trade of the State of North Rhine-Westphalia in the department for public procurement law. Siedenberg studied law and European law at the Julius Maximilian University of Würzburg.

Natalie
Rottmann-Boos

Natalie Rottmann-Boos ist seit 2020 als Projektmanagerin in der Kompetenzstelle für sozial verantwortliche Beschaffung bei Immobilien Bremen tätig. Dort unterstützt sie den kommunalen Einkauf bei Ausschreibungen und bringt eine sozial-ökologische und zirkuläre Beschaffung voran, beispielsweise mit dem Projekt „SDG 12: Fair handeln und beschaffen `Made in Bremen´“. Zuvor war Rottmann-Boos zehn Jahre lang als Projektmanagerin im Offshore-Windkraftbereich tätig.

 

ENGLISH
Natalie Rottmann-Boos has been working as a project manager in the competence center for socially responsible procurement at Immobilien Bremen since 2020. She supports the purchasing department in tenders and promotes social-ecological and circular procurement, for example with the project „SDG 12: Fair trade and procurement `Made in Bremen´“. Before that, Rottmann-Boos worked as a project manager in the offshore wind power sector for ten years.

SYBILLE MAI

Sybille Mai ist Leading Consultant und Standortverantwortliche in Berlin für die EPEA GmbH, mit Schwerpunkt Cradle to Cradle im Bau. Zwischen 2008 und 2015 baute sie bei Drees & Sommer in Berlin die Beratungskompetenzen zur Nachhaltigkeit auf und begleitete als DGNB-Auditorin und LEED-AP eine Vielzahl von Green-Building-Zertifizierungen. Weitere Stationen führten die Diplom-Wirtschaftsingenieurin als Abteilungsleiterin für Immobilienmanagement und Geländeentwicklung zur Messe Berlin sowie in die verantwortliche Projektsteuerung.

 

ENGLISH

Sybille Mai is Leading Consultant and Site Manager for EPEA GmbHs Berlin office, with a focus on Cradle to Cradle in construction. Between 2008 and 2015, she built up sustainability consulting expertise at Drees & Sommer in Berlin and, as a DGNB auditor and LEED-AP, accompanied a large number of Green Building certifications. Further positions led her to Messe Berlin as head of department for real estate management and site development as well as into responsible project management. Mai holds a diploma degree in industrial engineering.

NORA-SOPHIE GRIEFAHN

Nora Sophie Griefahn ist Co-Gründerin und geschäftsführende Vorständin von Cradle to Cradle NGO. Die Umweltwissenschaftlerin koordiniert die politische und wissenschaftliche Arbeit der 2012 gegründeten gemeinnützigen Organisation und treibt ein Umdenken in Wissenschaft, Politik, Bildung und Gesellschaft voran, das mehr als nur Klimaneutralität zum Ziel hat. Sie ist als Expertin für Cradle to Cradle und eine klimapositive Zukunft gefragt und spricht darüber auf Veranstaltungen sowie als Gastkommentatorin oder Gesprächspartnerin in Printmedien und digitalen Formaten.  Darüber hinaus lehrt Griefahn an verschiedenen deutschen Hochschulen. 

 

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Nora Sophie Griefahn is executive managing director and co-founder of Cradle to Cradle NGO. She majored in Environmental Sciences at Leuphana University Lüneburg and Goethe University Frankfurt with stays at University of Natural Resources and Life Sciences in Vienna and University of Copenhagen. As the only German, she was elected as a GreenBiz’ 30 Under 30 inspiring young leader in 2018. 

In 2012, she co-founded Cradle to Cradle NGO (C2C NGO) with Tim Janssen in order to establish Cradle to Cradle principles in economy and politics. C2C NGO connects the fields of business, education, politics, and civil society by creating networking platforms and educational formats. 

As co-executive director, Nora coordinates the NGOs scientific, political and educational work and actively shapes a new understanding of material health and circularity. Nora is a sought-after expert, speaker and panelist on Circular Economy and Cradle to Cradle with a broad expertise in chemical construction, healthy product design, and the coherences between climate change and resource scarcity. Furthermore, she is a member of various scientific advisory councils and a lecturer at the Technical University of Berlin.

TIM JANSSEN

Tim Janßen ist geschäftsführenden Vorstand und Mitbegründer der gemeinnützigen Cradle to Cradle NGO. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Dabei lag sein Fokus auf Gründung, Innovationsmanagement und verantwortungsvollem Wirtschaften. Auslandsaufenthalte führten ihn an das Athlone Institute of Technology in Irland, sowie die Universität Wien im Rahmen eines PROMOS- Stipendiums des DAAD.

Aus der Idee heraus, die Cradle to Cradle Denkschule und das Designkonzept in die Mitte der Gesellschaft zu tragen, gründete Tim Janßen 2012 C2C NGO mit und leitet diese seither als Co-Geschäftsführer. Dabei entwickelt er Strategien, um eine maximale Wirkung der Organisation auf die Gesellschaft zu erreichen, und gestaltet aktiv das Wachstum der noch jungen, stetig größer werdenden Bewegung.

Tim Janßen hält als Redner zahlreiche Fachvorträge auf nationalen und internationalen Konferenzen und Fachtagungen und gibt sein Wissen um Cradle to Cradle an Fachpublikum und Interessierte weiter. Des Weiteren lehrt er als Hochschuldozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), Leuphana Universität Lüneburg, HS Mittweida sowie der TU Berlin.


// ENGLISH

Tim Janßen is executive director and co-founder of Cradle to Cradle NGO. He majored in Business, Entrepreneurship, Innovation and Leadership at Leuphana University Lüneburg and Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). In 2012, he co-founded Cradle to Cradle NGO (C2C NGO) with Nora Sophie Griefahn. C2C NGO connects the fields of business, education, politics, and civil society by creating networking platforms and educational formats. In 2019, the NGO established the C2C LAB in Berlin: the world’s first renovation in an existing building based on Cradle to Cradle criteria. Serving as an educational center, NGO head office, and real-world laboratory, it is here where the C2C school of thought and design concept become reality. As co-executive director, Tim develops strategies to maximize the organization’s impact on society and actively shapes the growth of this young, ever-growing movement. He is a sought-after expert for Cradle to Cradle, Circular Economy and Social Entrepreneurship. He regularly holds keynotes and partakes as panelist at national and international conferences. Furthermore, Tim is a lecturer at DHBW, Leuphana University Lüneburg and TU Berlin.

dr. andreas bukowski

Andreas Bukowski ist seit 2020 Erster Bürgermeister der Gemeinde Haar. Seit 2019 ist er außerdem Vorsitzender des CSU Ortsverbands Haar und des Gewerbeverbands Haar Trudering. Zuvor war er zehn Jahre lang als Leiter Marketing & Vertrieb und als Geschäftsführer der Styx Naturcosmetics GmbH tätig. Bukowski ist promovierter Dr. Phil. und hatte zwischen 2009 und 2013 einen Lehrauftrag an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

ENGLISH

Andreas Bukowski has been First Mayor of the Bavarian municipality of Haar since 2020. Since 2019, he has also been Chairman of the local branch of the Christian Social Union party in Haar and the Haar Trudering trade association. He previously was Head of Marketing & Sales and Managing Director of Styx Naturcosmetics GmbH for ten years. Mr. Bukowski holds a PhD and was a lecturer at Ludwig Maximilian University in Munich between 2009 and 2013.

MICHAEL BEHNKE

Michael Behnke ist seit 2004 General Manager der Markenagentur Belly Button Paris. Seit 2021 vertritt er außerdem ehrenamtlich die Plant Litter Association (PLA) in Deutschland und Frankreich, die sich europaweit dafür einsetzt, Verbraucher*innen und Regierungsorgane auf das Umweltproblem mineralischer Katzenstreu aufmerksam zu machen. 2018 initiierte Behnke eine vergleichende Life-Cycle-Assessment-Studie verschiedener Arten von Katzenstreu, die erstmals das Umweltproblem Mineralstreu wissenschaftlich untersuchte. Er unterrichtet außerdem seit 2014 an der American University of Paris. Zuvor war er unter anderem für die Publicis Group, Young & Rubicam und TBWA Paris tätig.

 

ENGLISH

Michael Behnke has been the General Manager of branding and brand communication agency Belly Button Paris since 2004. Since 2021, he is the honorary representative of the Plant Litter Association (PLA) in Germany and France. The association works across Europe, raising awareness among consumers and governmental bodies about the environmental problem of mineral cat litter. In 2018, Behnke initiated a comparative life-cycle assessment study of different types of cat litter, the first to scientifically examine the environmental problem of mineral litter. He also has been a lecturer at the American University of Paris since 2014. Previously, he worked for the Publicis Group, Young & Rubicam and TBWA Paris, among others.

Vanja schneider

Biografie Text Bei der Cradle to Cradle Certified™-Zertifizierung, die das gemeinnützige Products Innovation Institute (C2CPII) vornimmt, werden verschiedene Faktoren und Ebenen der Herstellung, Nutzung und der Wiederverwertung bewertet. Es gibt fünf Abstufungen in der Zertifizierung von Basic über Bronze, Silber, Gold bis hin zu Platin, welches den höchsten Produktstandard kennzeichnet. Dabei werden die fünf Faktoren Materialgesundheit, Wiederverwendbarkeit, Nutzung erneuerbarer Energien und Kohlenstoffmanagement, Wasserqualität sowie Sozialstandards betrachtet. Weltweit gibt es aktuell knapp 300 C2C-Unternehmen mit über 8.000 C2C-Produkten.