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Wie wir zirkuläre und lebenswerte Kommunen gestalten

Am 12. Mai 2022 wurde das C2C LAB endlich einmal wieder zum Veranstaltungsort und zur Netzwerkplattform! Mehr als 250 Personen nahmen am “C2C Summit: Kommunen der Zukunft gestalten” teil, davon rund 70 vor Ort. Mit ihnen diskutierten wir darüber, wie wir mit Cradle to Cradle (C2C) zirkuläre und lebenswerte Kommunen gestalten können. Denn Städte und Gemeinden können ein entscheidender Treiber für eine geschlossene Kreislaufwirtschaft nach Cradle to Cradle sein. 

 

“Für uns ist es etwas ganz besonderes, dass wir uns hier heute gemeinsam treffen. Denn wir hatten lange keine Veranstaltungen mehr hier vor Ort. Wir haben das C2C LAB etwa ein halbes Jahr vor Pandemie-Beginn eröffnet und mussten so unsere Veranstaltungen lange rein digital durchführen.” Mit diesen Worten begrüßte Nora Sophie Griefahn, Geschäftsführende Vorständin und Co-Gründerin von C2C NGO, alle Teilnehmenden und eröffnete den C2C Summit. Dieser hat gezeigt, dass eine konsequente kommunale Entwicklung mit C2C als Leitbild von der Beschaffung über den Bau bis hin zu Mobilität, Infrastruktur und lokalem Ressourcenmanagement alle relevanten Bereiche einer Kommune umfasst. In dieser Form kann urbane Entwicklung die politisch angestrebte Transformation unserer linearen in eine zirkuläre Wirtschaft beschleunigen. Einig waren sich aber auch viele der Panelist*innen sowie Teilnehmenden darüber, dass sich in der Politik viel tun muss, um passende Rahmenbedingungen zu schaffen. Derzeit gebe es noch viele Hürden in festgefahrenen Strukturen zu überwinden.

Für Cradle to Cradle bereit

Dass C2C als Ansatz mittlerweile aber auch auf oberster politischer Ebene angekommen ist, zeigte die Keynote von Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: “Was ich hier sagen will, auch im Namen der Ministerin: Wir sind bereit, Ansätze wie C2C viel stärker zu diskutieren, als bisher.“ Denn um Stoffströme besser nachvollziehen zu können, habe sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag die Einführung eines digitalen Gebäuderessourcenpasses vorgenommen. “Cradle to Cradle ist ein wichtiger Baustein, um unsere Umwelt klima- und ressourcengerecht zu gestalten. In Zeiten von Materialengpässen wird besonders offensichtlich, dass wir uns nicht mehr erlauben können, wertvolle Materialien wegzuwerfen und wie wichtig es ist, bereits verwendete Ressourcen durch eine geschlossene Kreislaufwirtschaft wiederzuverwerten”, so Bartol. 

 

Ein Schwerpunkt des Bundesbauministeriums in dieser Legislaturperiode sei es außerdem, die nötige Transformation einzuleiten, damit Wohnraum künftig nicht nur bezahlbar sondern gleichzeitig auch nachhaltig sei. Bundesbauministerin Klara Geywitz will in den kommenden vier Jahren rund 400.000 Wohnungen bauen oder sanieren. Zukunftsfähig wird dieses Vorhaben erst dann, wenn der Fokus nicht nur auf Energieeffizienz liegt, sondern Klima- und Ressourcenschutz gleichermaßen beachtet werden, betonte Griefahn im Gespräch mit Bartol. 

Von C2C-Leuchtturmprojekten lernen

Wie das gehen kann, zeigte Vanja Schneider, Geschäftsführer der Moringa GmbH, mit einem C2C-inspirierten öffentlichen Bau. Das Moringa-Wohnhaus in Hamburg wird nicht nur zahlreiche C2C-Materialien enthalten und damit gesunden und kreislauffähigen Wohnraum bieten, sondern auch die Vorgaben für sozialen Wohnungsbau erfüllen. Rund 80 % der verwendeten Baumaterialien seien leicht trennbar und wiederverwendbar, so Schneider. Eine erste Ökobilanz habe ergeben, dass durch die C2C-Bauweise rund 500 Tonnen CO2 eingespart werden – das sei vergleichbar mit dem Pflanzen von 110 Buchen pro Jahr. „Als Teil des Problems können wir mit Cradle to Cradle gleichzeitig auch Teil der Lösung sein“, sagte Schneider.

 

Im anschließenden Panel diskutierte er mit Sybille Mai (Standortverantwortliche Berlin der C2C-Beratung EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer), Bernhard Reger (Leiter Kommunikation und Marketing der Leipfinger-Bader Ziegelwerke) sowie Manuel Ehlers (Head of Sustainable Property der Triodos Bank) über kommunale Bauprojekte nach C2C und welche Punkte von der Planung über die Finanzierung bis hin zum Rückbau zu beachten sind. 

“Mit Cradle to Cradle ist genau der individuelle Ansatz möglich, den Kommunen für die Entwicklung ihrer Nachhaltigkeitsstrategien brauchen. Gemeinsam entwickelte Handlungsfelder und Maßnahmen im Rahmen der C2C-Kategorien schaffen Akzeptanz und Motivation zum Mitmachen”, sagte C2C-Consultant Mai. Dabei gehe es um viel mehr als kreislauffähige Produkte, sondern auch um Wasserkreisläufe, Luftkreisläufe, Erneuerbare Energien und Biodiversität. Diese Vielfalt ließe sich wunderbar in die Kommunen bringen, da sie ihr Mikroklima bearbeiten und sichtbare Projekte für ihre Bürger*innen umsetzen können. Darin sehe sie gute Ansatzpunkte für Kommunen, die sich die Frage stellen, wie sie mit C2C beginnen können. 

Um C2C in der kommunalen Entwicklung, aber auch auf Ebene der Herstellerunternehmen noch tiefer zu verankern, seien allerdings auch stabile politische Rahmenbedingungen notwendig, so Reger. Leipfinger-Bader stelle nicht nur Lehmziegel her, sondern sei ein Systemanbieter. Für das Unternehmen und dessen Kunden sei es eine große Herausforderung, wenn sich Gesetze oder Förderprogramme für zirkuläres und nachhaltiges Bauen schlagartig änderten. Dabei steige bei ihnen die Nachfrage nach zirkulären Lösungen – auch von Kommunen.

Ehlers betonte “Wir müssen so bauen, dass Gebäude nicht für die nächsten 100 Jahre bestehen bleiben. Sondern so, dass wir sie zurückbauen können und die Stofflichkeit im Kreislauf halten”. Ein Augenmerk solle dabei auf dem Bestand liegen und nicht auf dem Neubau. Unsere gesellschaftlichen Ziele, so Ehler,  könnten wir nicht nur mit einzelnen Leuchtturmprojekten erreichen, sondern indem wir den Bestand angehen. Mindestens ebenso wichtig sei eine offene Kommunikation darüber, um eine Sogwirkung zu erreichen: “Für uns als Hersteller von C2C-Bauprodukten ist es wichtig, dass das Thema Nachhaltigkeit und Zirkularität nach außen getragen wird”, so Reger.

Zirkuläre und sozial-ökologische kommunale Beschaffung als Hebel

Einer der größten Hebel für eine zirkuläre Zukunft für Kommunen ist die Beschaffung. Vom jährlichen Volumen des öffentlichen Einkaufs in Deutschland von bis zu 500 Milliarden Euro entfallen bis zu 60 % auf die kommunale Ebene. Eine Marktmacht, die über eine an den C2C-Kriterien orientierte Beschaffung direkte Anreize für mehr C2C-Produkte und zirkuläre Geschäftsmodelle in der Wirtschaft setzen kann. Die Hansestadt Bremen will diesen Weg gehen und hat dazu eine Studie angestoßen, die das Potenzial einer C2C-Beschaffung untersucht. Sie legt dabei einen Schwerpunkt auf soziale Mehrwerte entlang von Produktwertschöpfungsketten durch diesen Ansatz. Die Ergebnisse sollen dann in eine zirkuläre Beschaffungsstrategie für Bremen einfließen, wie Natalie Rottmann-Boos (Projektmanagerin in der Kompetenzstelle für sozial verantwortliche Beschaffung bei Immobilien Bremen) erläuterte. “Die öffentliche Hand ist Botschafterin des Wandels”, so Rottmann-Boos, und habe eine Vorbildfunktion.

 

Gemeinsam mit Ilse Beneke (Leiterin Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung beim Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums), André Siedenberg (Vergabejurist bei der Kommunal Agentur NRW) und Lorena Zangl (Referentin Kommunale Entwicklung bei C2C NGO) diskutierte Rottmann-Boos über Potenziale, Hürden und Praxisbeispiele einer kommunalen Beschaffung nach C2C. Einig war sich das Panel, dass entsprechende Strukturen die wichtigste Basis für eine C2C-Beschaffung sind und dieser Ansatz möglichst früh im Prozess angewendet werde. Gute Erfahrungen machen viele Kommunen etwa mit der Einrichtung einer speziellen Kompetenzstelle für C2C und zirkuläre Beschaffung, die alle Bereiche des Einkaufs mit Know-how unterstützen kann. Auch der Austausch und Plattformen wie das Netzwerk C2C Regionen seien wichtig. Gemeinsame Schulungen von nebeneinanderliegenden Kommunen können beispielsweise zu Einkaufsgemeinschaften führen und so die Arbeit erleichtern. Ein weiterer Punkt ist eine gute Marktkenntnis, denn oft scheitere zirkuläre Beschaffung an fehlenden Angeboten. “Beschaffende finden sich vor der Herausforderung, Nachhaltigkeitskriterien in der Praxis so zu fordern, dass sie auch Angebote bekommen. Dabei können Gütezeichen mit ihren Kriterien helfen – auch C2C!”, sagte Beneke. 

 

Eine Chance für eine vereinfachte Beschaffung nach C2C stellt zudem Digitalisierung dar. So hilft sie laut Zangl beim Erfahrungsmanagement, aber auch beim Einkauf selbst, wie der digitale EInkaufskorb der Verwaltung in Bremen zeigt. “Wir möchten unseren Bedarfsträgern ihre Beschaffung so einfach wie möglich machen”, so Rottmann-Boos. Siedenberg fügte hinzu, dass einige Kommunen ihre Sortierung in entsprechenden digitalen Tools geändert hätten und nachhaltige Produkte nun als erstes angezeigt werden.

 

Rechtlich ist eine zirkuläre Beschaffung nach C2C laut Siedenberg im Vergaberecht abgedeckt. “Öffentliche Auftraggeber sind sehr frei darin, was sie einkaufen”, sagte er. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz, laut dem eine nachhaltige Beschaffung Vorrang hat, und das Haushaltsrecht schließen sich demnach nicht aus. Der Leitfaden für C2C-Beschaffung von C2C NGO wird auch diese Punkte umfassen und soll Zangl zufolge zeigen, welche Hebelwirkung ein auf C2C basierender kommunaler Einkauf haben kann. “Es reicht nicht aus, dass wir uns weiter nur auf die Reduzierung einzelner Schäden fokussieren. Und eine zirkuläre und sozial-ökologische kommunale Beschaffung kann diese Transformation anstoßen”, sagte sie.

Netzwerke bilden für eine lebenswerte Zukunft in Kommunen

Das zeigt auch das Netzwerk C2C Regionen, das C2C NGO ins Leben gerufen hat. Hier kommen Städte und Gemeinden sowie lokale Akteure zusammen, die C2C als Entwicklungsleitbild vorantreiben möchten.Es dient als Plattform für Austausch und Know-how-Transfer für die Mitglieder mit regelmäßigen Veranstaltungen und Netzwerktreffen. Dr. Andreas Bukowski (Erster Bürgermeister der Gemeinde Haar in Bayern), Christoph Müller (Projektleiter bei der Gebäudewirtschaft der Hansestadt Lüneburg) und Svenja Damberg (Projektkoordinatorin der Cradle to Cradle-Modellregion Nordost-Niedersachsen) sprachen darüber, welchen Mehrwert der Austausch zwischen Kommunen für eine kommunale Entwicklung nach C2C bietet und wie Hürden bei der Umsetzung überwunden werden können.

 

Als er seine Vision für eine kommunale Entwicklung nach C2C dem Gemeinderat vorgestellt habe, sei er durchaus auf Widerstände gestoßen, so Bukowski. “Wir konnten uns aber auf kommunale Leitlinien einigen. Das erste Projekt ist der C2C-inspirierte Neubau unseres lokalen Jugendfreizeitheims Dino”, sagte er. Nach Abschluss dieses Vorhabens werde die Gemeinde gemeinsam weitere Schritte bewerten. Auch Lüneburg hat sich beim Bau des Horts der Anne-Frank-Schule für C2C als Ansatz entschieden und sich dabei auf sechs Punkte konzentriert: “Die Auswahl von gesunden Hauptmaterialien, Ausführungsverfahren, die eine sortenreine Trennung zulassen, möglichst wenig unterschiedliche Baustoffe, die Integration des Gebäudes in die Umgebung und das Werben um Akzeptanz in der Verwaltung”, sagte Müller. Im Projekt der C2C-Modellregion Nordost-Niedersachsen sollen indes über das Thema Bau hinaus eine ganze Reihe nachahmenswerter Vorhaben angestoßen und umgesetzt werden. Dazu, so Damberg, sei zunächst eine Stakeholder- und Potenzialanalyse durchgeführt worden. Die Resonanz nach der Auftaktveranstaltung sei sehr positiv gewesen – vom lokalen Zimmereiunternehmen bis hin zu Banken hätten sich Interessenten gemeldet. “Wir haben viele Stakeholder, die nun Pilotprojekte mit uns durchführen wollen. Dass wir mit zwei Landkreisen, zwei Hochschulen und einem Regionalverband viele Partner an Bord haben ist ein großer Vorteil, da wir auf verschiedenes Know-how zurückgreifen können”, so Damberg.

Großes Potenzial bei der organischen Rohstoff-Rückgewinnung

Bau, Beschaffung, Mobilität oder Energieversorgung stehen im Kontext einer zukunftsfähigen kommunalen Entwicklung häufig im Fokus. Doch eine kommunale Entwicklung nach C2C ist umfassender und deckt sämtliche Bereiche ab – auch die Frage, wie im Gewerbe oder in Haushalten anfallende organische Stoffströme in geschlossene Kreisläufe geführt werden können. Dazu gehören auch Abfälle aus der Haustierhaltung, von der Futterverpackung bis hin zur Streu. Die Plant Litter Association (PLA) setzt sich dafür ein, die aus mineralischer Katzenstreu resultierenden Umweltprobleme bei Verbraucher*innen und Regierungsorganen bekannt zu machen. Mineralische Streu könne nicht wiederverwertet oder recycelt werden und lande größtenteils in der Verbrennung, so der Repräsentant der PLA in Deutschland, Michael Behnke. “Katzenstreu ist als Umweltproblem nahezu unbekannt. Dabei häufen die Katzenhaushalte in Europa jedes Jahr rund 4,8 Millionen Tonnen Müll an, obwohl es eine nachhaltige Alternative aus Pflanzenfasern gibt. Es ist Zeit umzudenken und Mineralstreu zu ersetzen, beziehungsweise zu verbieten”, so Behnke.

 

In der anschließenden Diskussion mit Behnke, Aloys Oechtering (Geschäftsführer Remondis SmartRec und Bereichsleiter Organische Abfälle, Biomasse und Bioenergie der Unternehmensgruppe Remondis), Dr. Hans Georg Brendle (Research & Development Manager des Streu-Herstellers JRS Petcare) sowie Dagmar Schulz (Landrätin des Landkreis Lüchow-Dannenberg) wurde deutlich, dass sich die Haustierindustrie und auch die Entsorger durchaus mit diesem Thema befassen. Bei den Kommunen spiele dieser Stoffstrom bisher indes eine untergeordnete Rolle. Das ist aus Sicht von Oechtering allerdings auch ganz allgemein der Fall, wenn es um biologische Abfallströme geht. “Es gibt sehr große Potenziale in der Rohstoff-Rückgewinnung aus Bioabfall aus Haushalten. Aber wenn Kommunen, die den Klimanotstand ausgerufen haben, keine Biotonnen aufstellen, dann ist das ein Problem”, sagte er. Wichtig sei zudem, sauber zwischen biobasierten und biologisch abbaubaren Materialien zu unterscheiden. Dass darüber ehrlich diskutiert werden muss, sah auch Brendle so. “Unsere Produkte sind zu weit über 90 % nicht nur biobasiert, sondern biologisch abbaubar”, sagte er. In der Regel handele es sich bei den Rohstoffen um Nebenerzeugnisse aus der Land- und Forstwirtschaft, die nicht als Lebensmittel geeignet seien. Auch der Landkreis Lüchow-Dannenberg beschäftige sich mit der Frage, wie die lokalen Stoffströme in Kreisläufe geführt werden können – müsse dabei aber auch die eigenen Kapazitäten beachten, wie Schulz berichtete. Erste Schritte seien mit einem Modellprojekt für einen Biomassehof geleistet, der Energie für die Versorgung eines Stadtteils erzeugen soll. “Aber das ist natürlich noch lange nicht das, was wir abschließend in Sachen Cradle to Cradle erreichen wollen. Unser Ziel ist es, nicht nur weniger Ressourcen zu verbrauchen, sondern Systeme zu entwickeln, die nützlich sind”, so Schulz.

Die Rolle von Entsorgern in einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft

Ressourcenkreisläufe zu schließen und Stoffströme so zu managen, dass wertvolle Rohstoffe nicht länger verloren gehen, kann eine Aufgabe von Entsorgungsunternehmen in einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft sein. Darüber diskutierten Andreas Thürmer (Leiter Strategie, Organisation und Kommunikation der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)) und Peter Kurth (Geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft). Beide betonten, dass die Entsorgungswirtschaft sich bereits auf den Weg gemacht habe, die Transformation hin zu einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Allerdings, so Kurth, müssten auch Kommunen, Verbraucher*innen und die Wirtschaft dazu beitragen. Viele gesetzliche Vorgaben zur Mülltrennung auf kommunaler Ebene fänden kaum Anwendung und dem werde auch nicht nachgegangen. Als Beispiel nannte er die Gewerbeabfallverordnung. “Es muss so viel wie möglich getrennt gesammelt werden. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir überhaupt über eine Kreislaufführung reden können”, so Kurth. Gleichzeitig sei der Großteil der Abfälle, die den Entsorgern überlassen werde, nicht kreislauffähig. Eine Feststellung die BSR-Manager Thürmer bestätigte, speziell bei Kunststoffverpackungen. Seit die Verpackungsverordnung vor 30 Jahren in Kraft trat, seien es immer mehr Verpackungen geworden und die Materialität von Kunststoff viel komplizierter. Das könne jedoch politisch gesteuert werden, was ja durch die Novellierung des Verpackungesetzes in Deutschland auch angestrebt werde. “Solange Primärmaterial günstiger ist, wird kein Hersteller, wenn er nicht gezwungen ist, auf Recyclingmaterialien setzen”, so Thürmer.

 

Die einzelnen Panels des “C2C Summit: Kommunen der Zukunft gestalten”, könnt Ihr auch auf unserem Youtube-Kanal anschauen.

Designkonzept

Um unser Klima- und Ressourcenproblem langfristig zu lösen, müssen wir Menschen umdenken und umgestalten. Das C2C Designkonzept ist die Anleitung dafür. Es ist natürlichen Kreisläufen nachempfunden, in denen jeglicher Abfall Nährstoff für etwas Neues ist. Cradle to Cradle berücksichtigt alle ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte von Produkten bereits in der Planungsphase. Dabei kommen ausschließlich kreislauffähige Materialien zum Einsatz, die für den konkreten Zweck eines Produkts geeignet sind.

Svenja Damberg

Svenja Damberg ist seit 2021 Senior Research Fellow am Institut für Technologie- und Innovationsmanagement der TU Hamburg. Sie ist außerdem Projektmitarbeiterin für Technologie- und Innovationsmanagement und Wissenstransfer bei der Cradle to Cradle-Modellregion Nordostniedersachsen. Damberg schrieb ihre Dissertation im Bereich Kundenmanagement bei Genossenschaftsbanken an der TU Hamburg. Zuvor war sie u.a. beim Recruiting-Technologie-Startup RelinkLabs in Kopenhagen im Bereich Marketing und Kommunikation tätig. Sie hat Business and Development Studies an der Copenhagen Business School studiert.

 

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Svenja Damberg has been a Senior Research Fellow at the Institute for Technology and Innovation Management at TU Hamburg since 2021. She is also a project associate for technology and innovation management and knowledge transfer at the Cradle to Cradle Model Region Northeast Lower Saxony. Damberg wrote her dissertation in the field of customer management at cooperative banks at the TU Hamburg. Previously, she worked in marketing and communications at the recruiting technology startup RelinkLabs in Copenhagen, among others. She studied Business and Development Studies at Copenhagen Business School.

Christoph müller

Christoph Müller arbeitet seit 2015 für die Gebäudewirtschaft der Hansestadt Lüneburg. Dort leitet er aktuell das C2C-inspirierte Probeprojekt „Neubau Hort Anne-Frank-Schule“. Zuvor hat er 9 Jahre als Bauleiter und in der Projektentwicklung gearbeitet. Müller ist gelernter Tischler und Bauingenieur.

 

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Christoph Müller has been working for the building management department of the Hanseatic City of Lüneburg since 2015. There, he is currently managing the C2C-inspired trial project „Neubau Hort Anne-Frank-Schule“. Prior to that, he worked for 9 years as a construction manager and in project development. Müller is a trained carpenter and civil engineer.

Andreas Thürmer

Andreas Thürmer ist seit 2020 Leiter der Geschäftseinheit Strategie, Organisation und Kommunikation bei der Berliner Stadtreinigung. Er ist seit 2001 bei der BSR und war dort als Leiter des Vorstandsbüro, Prokurist und Leiter der Organisationsentwicklung tätig. Zuvor war Thürmer interner Berater bei Audi. Er ist außerdem Vorstandsvorsitzender der Entsorgergemeinschaft der deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. und Mitglied im Umweltausschuss der IHK Berlin. Thürmer ist Diplom-Ingenieur und hat an der Universität Stuttgart Maschinenbau studiert.

 

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Andreas Thürmer has been head of the Strategy, Organization and Communication business unit at Berliner Stadtreinigung since 2020. He has been with BSR since 2001, where he served as head of the board office, authorized signatory and head of organizational development. Prior to that, Thürmer was an internal consultant at Audi. He is also chairman of the board of the Entsorgergemeinschaft der deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. and a member of the environmental committee of the Berlin Chamber of Industry and Commerce. Thürmer holds a degree in engineering and studied mechanical engineering at the University of Stuttgart.

Peter Kurth

Peter Kurth ist seit 2008 geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft. Seit 2020 ist der studierte Jurist zudem Präsident des europäischen Entsorgerverbands FEAD. In seiner beruflichen Laufbahn war Kurth unter anderem für die Deutsche Bank und die Kreditbank als Jurist tätig und war von 2001 bis 2009 Vorstandsmitglied des Berliner Entsorgungsunternehmens Alba. Zuvor begleitete Kurth unterschiedliche politische Ämter. Ab 1994 war er Staatssekretär im Berliner Finanzsenat und ab 1999 Finanzsenator. Er war zudem Aufsichtsrat in unterschiedlichen Kreditunternehmen wie der Bankgesellschaft Berlin sowie der Landesbank Berlin und Abgeordneter des Abgeordnetenhauses Berlin.

 

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Peter Kurth has been Executive President of the Federal Association of the German Waste Management, Water and Raw Materials Industry (BDE) since 2008. Since 2020, the law graduate has also been President of the European Waste Management Association FEAD. In his professional career, Kurth has worked as a lawyer for Deutsche Bank and Kreditbank and was a member of the executive board of the Berlin waste management company Alba from 2001 to 2009. Prior to that, Kurth held various political offices. From 1994, he was State Secretary in the Berlin Finance Senate and from 1999 Finance Senator. He was also a member of the supervisory board of various credit companies such as Bankgesellschaft Berlin and Landesbank Berlin, and a member of the Berlin House of Representatives.

Lorena Zangl

Lorena Zangl arbeitet seit 2017 in der hauptamtlichen Geschäftsstelle der C2C NGO. Seit 2020 leitet sie als Referentin den Bereich Kommunale Entwicklung und betreut in dieser Funktion das Netzwerk C2C Regionen. Außerdem ist sie für die Erarbeitung eines Leitfadens für kommunale Beschaffung und C2C verantwortlich. Sie studierte „Political & Social Studies“ und „Öffentliches Recht“ an der Universität in Würzburg und absolvierte den Master Global Change Management an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Zuvor sammelte sie Arbeitserfahrungen im Stiftungsbereich, verschiedenen NGOs für Umwelt und Soziales und Bundespolitik.


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Lorena Zangl has been working for C2C NGO since 2017. Since 2020, she has been head of the Municipal Development department and, in this capacity, oversees the “C2C Regions Network”. She is also responsible for the development of a guide for municipal procurement and C2C. She studied „Political & Social Studies“ and „Public Law“ at the University of Würzburg and completed a Master’s degree in Global Change Management at the University for Sustainable Development in Eberswalde. Previously, she gained work experience in the foundation sector, various environmental and social NGOs and federal politics.

Ilse Beneke

Ilse Beneke leitet seit 2016 die Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung beim Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern und für Heimat, wo sie sich mit der praktischen Implementierung von Nachhaltigkeitskriterien in öffentlichen Auftragsvergaben befasst. Zuvor war sie Referentin im Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg. Beneke ist Volljuristin mit Spezialisierung Umweltrecht und hat 2013 berufsbegleitend ihren Master zum Thema „Responsible Management“ abgeschlossen.

 

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Ilse Beneke has headed the Competence Center for Sustainable Procurement at the Procurement Office of the Federal Ministry of the Interior and Home Affairs since 2016, where she deals with the practical implementation of sustainability criteria in public procurement. Previously, she was an advisor at the Ministry of the Environment, Health and Consumer Protection of the State of Brandenburg. Beneke is a fully qualified lawyer specializing in environmental law and completed her master’s degree in „Responsible Management“ in 2013 while working.

Dagmar Schulz

Dagmar Schulz ist seit 2021 erste Landrätin des Landkreises Lüchow-Dannenberg. Sie ist seit 2003 im Landkreis Lüchow-Dannenberg tätig und hat dort unter anderem die Fachbereiche Kultur, Kreisarchiv und Museen, kaufmännisches Gebäudemanagement, Straßenverkehr sowie Jugend-Familie-Bildung geleitet.

 

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Dagmar Schulz has been the first female district administrator of the Lüchow-Dannenberg district since 2021. She has worked in the district of Lüchow-Dannenberg since 2003 and has headed the departments of culture, district archives and museums, commercial building management, road traffic and youth-family-education, among others.

BERNHARD REGER

Bernhard Reger leitet seit Mai 2021 die Bereiche Marketing und Unternehmenskommunikation der Leipfinger-Bader Ziegelwerke. Zuvor war er in unterschiedlichen Kommunikations- und Marketingagenturen tätig, unter anderem als Mitgründer und Teilhaber der Agentur Synektar und Inhaber und Gründer von reger’s Design- und Kommunikationsagentur. Reger ist gelernter Werbekaufmann und Diplom-Kommunikationswirt.

 

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Bernhard Reger has been in charge of marketing and corporate communications at Leipfinger-Bader Ziegelwerke since May 2021. He previously worked in various communications and marketing agencies, including as co-founder and partner of the Synektar agency and owner and founder of reger’s design and communications agency. Reger is a trained advertising merchant and holds a degree in communications.

Vanja schneider

Vanja Schneider ist seit 2020 Geschäftsführer und Strategieverantwortlicher der Moringa GmbH. Zuletzt war er als Geschäftsführer der Interboden-Gruppe unter anderem für das Projekt The Cradle in Düsseldorf verantwortlich. Schneider ist Bau- und Wirtschaftsingenieur und seit 1991 in der Immobilienwirtschaft, vor allem in der Immobilienentwicklung, tätig.


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Vanja Schneider has been Managing Director and Head of Strategy at Moringa GmbH since 2020. Most recently, as Managing Director of the Interboden Group, he was responsible, among other things, for The Cradle project in Düsseldorf. Schneider is a civil and industrial engineer and has been working in the real estate industry, primarily in real estate development, since 1991.

sören bartol

Sören Bartol ist seit Dezember 2021 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Zuvor war er von 2013 bis 2021 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Seit 2002 ist Bartol direkt gewähltes MdB für den Wahlkreis Marburg-Biedenkopf. Er ist seit vielen Jahren für die Themen Bau, Wohnen und Stadtentwicklung zuständig, u.a. als Arbeitsgruppensprecher im Bundestag. Bartol ist Diplom-Politologe.


ENGLISH
Sören Bartol has been Parliamentary State Secretary at the Federal Ministry for Housing, Urban Development and Building since December 2021. He was previously deputy chairman of the SPD parliamentary group from 2013 to 2021. Since 2002, Bartol has been a directly elected Member of Parliament for the constituency of Marburg-Biedenkopf. He has been responsible for the topics of construction, housing and urban development for many years, including as a working group spokesman in the Bundestag. Bartol holds a degree in political science.

Dr. hans georg brendle

Dr. Hans Georg Brendle ist seit 1997 Research & Development Manager bei der J. Rettenmaier & Söhne GmbH+Co KG, zu der unter anderem JRS Petcare gehört. Er ist Diplom-Chemiker und hat an der Eberhard Karls Universität Tübingen promoviert. Er beschäftigt sich unter anderem mit der mechanischen und chemischen Verarbeitung von pflanzlichen Zellstoffen für Anwendungen in Pharma, Lebensmitteln und Technik.

 

ENGLISH
Dr. Hans Georg Brendle has been Research & Development Manager at J. Rettenmaier & Söhne GmbH+Co KG, which includes JRS Petcare, since 1997. He holds a degree in chemistry and a doctorate from Eberhard Karls University in Tübingen. Among other things, he is involved in mechanical and chemical processing of cellulosic plant material for pharmaceutical, food and technical applications.

Thomas Bader

Thomas Bader ist Gründer und Geschäftsführer der Leipfinger-Bader GmbH sowie Gründer & Geschäftsführender Gesellschafter der Bader Media GmbH. Darüber hinaus hält Bader diverse Aufsichtsrats- und Vorstandspositionen inne, beispielsweise beim Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V. Er ist Diplom-Ingenieur und Diplom-Kaufmann.


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Thomas Bader is founder and managing director of Leipfinger-Bader GmbH as well as a founder & managing partner of Bader Media GmbH. In addition, Bader holds various supervisory board and executive board positions, for example at the Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V. He holds a degree in engineering and a degree in business administration.

Dipl. agr. Ing.
Aloys Oechtering

Aloys Oechtering ist seit 1989 Bereichsleiter im Unternehmensbereich organische Abfälle, Biomasse und Bioenergie der Unternehmensgruppe Remondis. Er ist außerdem Geschäftsführer verschiedener Spezialgesellschaften für organische Abfälle, wie Remondis SmartRec, und Aufsichtsratsmitglied verschiedener Beteiligungsgesellschaften mit kommunalen Partnern. Oechtering ist in diversen Verbänden, wie beispielsweise dem Entsorgerverband BDE tätig. Er studierte Agrarwissenschaften an der TU München und der Universität Göttingen.

 

 

ENGLISH

Aloys Oechtering has been head of the organic waste, biomass and bioenergy division of Remondis Group since 1989. He is also managing director of various specialist companies for organic waste, for example Remondis SmartRec, and a member of the supervisory boards of various associated companies with municipal partners. Oechtering is active in associations such as the BDE. He studied agricultural sciences at the Technical University of Munich and the University of Göttingen.

Manuel Ehlers

Manuel Ehlers ist seit 2016 Head of Sustainable Property der Triodos Bank. Seit 2021 ist Ehlers außerdem Mitglied im Immobilienbeirat der DGNB. Zuvor war er als Projektentwickler viele Jahre mit der Konzeption und Realisierung von Immobilienprojekten in Berlin betraut. Er ist gelernter Wirtschaftsingenieur mit einer Spezialisierung auf nachhaltiges Bauen.

 

ENGLISH
Manuel Ehlers has been Head of Sustainable Property at Triodos Bank since 2016. Since 2021, Ehlers has also been a member of the DGNB’s Real Estate Advisory Board. Previously, he worked for many years as a project developer and was in charge of the conception and realization of real estate projects in Berlin. He is a trained industrial engineer specialized in sustainable construction.

André Siedenberg

André Siedenberg ist seit 2014 bei der Kommunal Agentur NRW GmbH in Düsseldorf als Berater für kommunale Beschaffung tätig. Seit 2015 ist er außerdem als Rechtsanwalt zugelassen. Er vertritt öffentliche Auftraggeber in Nachprüfungsverfahren, hält Seminare zum Vergaberecht und unterstützt Nichtregierungsorganisationen in allen Fragen der nachhaltigen Beschaffung. Zuvor war er im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen im Referat für Vergaberecht tätig. Siedenberg studierte Rechtswissenschaften und Europäisches Recht an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

 

ENGLISH
André Siedenberg has been working as a consultant for municipal procurement at Kommunal Agentur NRW GmbH in Düsseldorf since 2014. He has also been admitted to the bar in 2015. In this capacity, he represents public contracting authorities in review proceedings, holds seminars on public procurement law, and supports NGOs in all matters of sustainable procurement. Previously, he worked at the Ministry for Economic Affairs, Energy, Industry, SMEs and Trade of the State of North Rhine-Westphalia in the department for public procurement law. Siedenberg studied law and European law at the Julius Maximilian University of Würzburg.

Natalie
Rottmann-Boos

Natalie Rottmann-Boos ist seit 2020 als Projektmanagerin in der Kompetenzstelle für sozial verantwortliche Beschaffung bei Immobilien Bremen tätig. Dort unterstützt sie den kommunalen Einkauf bei Ausschreibungen und bringt eine sozial-ökologische und zirkuläre Beschaffung voran, beispielsweise mit dem Projekt „SDG 12: Fair handeln und beschaffen `Made in Bremen´“. Zuvor war Rottmann-Boos zehn Jahre lang als Projektmanagerin im Offshore-Windkraftbereich tätig.

 

ENGLISH
Natalie Rottmann-Boos has been working as a project manager in the competence center for socially responsible procurement at Immobilien Bremen since 2020. She supports the purchasing department in tenders and promotes social-ecological and circular procurement, for example with the project „SDG 12: Fair trade and procurement `Made in Bremen´“. Before that, Rottmann-Boos worked as a project manager in the offshore wind power sector for ten years.

SYBILLE MAI

Sybille Mai ist Leading Consultant und Standortverantwortliche in Berlin für die EPEA GmbH, mit Schwerpunkt Cradle to Cradle im Bau. Zwischen 2008 und 2015 baute sie bei Drees & Sommer in Berlin die Beratungskompetenzen zur Nachhaltigkeit auf und begleitete als DGNB-Auditorin und LEED-AP eine Vielzahl von Green-Building-Zertifizierungen. Weitere Stationen führten die Diplom-Wirtschaftsingenieurin als Abteilungsleiterin für Immobilienmanagement und Geländeentwicklung zur Messe Berlin sowie in die verantwortliche Projektsteuerung.

 

ENGLISH

Sybille Mai is Leading Consultant and Site Manager for EPEA GmbHs Berlin office, with a focus on Cradle to Cradle in construction. Between 2008 and 2015, she built up sustainability consulting expertise at Drees & Sommer in Berlin and, as a DGNB auditor and LEED-AP, accompanied a large number of Green Building certifications. Further positions led her to Messe Berlin as head of department for real estate management and site development as well as into responsible project management. Mai holds a diploma degree in industrial engineering.

NORA-SOPHIE GRIEFAHN

Nora Sophie Griefahn ist Co-Gründerin und geschäftsführende Vorständin von Cradle to Cradle NGO. Die Umweltwissenschaftlerin koordiniert die politische und wissenschaftliche Arbeit der 2012 gegründeten gemeinnützigen Organisation und treibt ein Umdenken in Wissenschaft, Politik, Bildung und Gesellschaft voran, das mehr als nur Klimaneutralität zum Ziel hat. Sie ist als Expertin für Cradle to Cradle und eine klimapositive Zukunft gefragt und spricht darüber auf Veranstaltungen sowie als Gastkommentatorin oder Gesprächspartnerin in Printmedien und digitalen Formaten.  Darüber hinaus lehrt Griefahn an verschiedenen deutschen Hochschulen. 

 

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Nora Sophie Griefahn is executive managing director and co-founder of Cradle to Cradle NGO. She majored in Environmental Sciences at Leuphana University Lüneburg and Goethe University Frankfurt with stays at University of Natural Resources and Life Sciences in Vienna and University of Copenhagen. As the only German, she was elected as a GreenBiz’ 30 Under 30 inspiring young leader in 2018. 

In 2012, she co-founded Cradle to Cradle NGO (C2C NGO) with Tim Janssen in order to establish Cradle to Cradle principles in economy and politics. C2C NGO connects the fields of business, education, politics, and civil society by creating networking platforms and educational formats. 

As co-executive director, Nora coordinates the NGOs scientific, political and educational work and actively shapes a new understanding of material health and circularity. Nora is a sought-after expert, speaker and panelist on Circular Economy and Cradle to Cradle with a broad expertise in chemical construction, healthy product design, and the coherences between climate change and resource scarcity. Furthermore, she is a member of various scientific advisory councils and a lecturer at the Technical University of Berlin.

TIM JANSSEN

Tim Janßen ist geschäftsführenden Vorstand und Mitbegründer der gemeinnützigen Cradle to Cradle NGO. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Dabei lag sein Fokus auf Gründung, Innovationsmanagement und verantwortungsvollem Wirtschaften. Auslandsaufenthalte führten ihn an das Athlone Institute of Technology in Irland, sowie die Universität Wien im Rahmen eines PROMOS- Stipendiums des DAAD.

Aus der Idee heraus, die Cradle to Cradle Denkschule und das Designkonzept in die Mitte der Gesellschaft zu tragen, gründete Tim Janßen 2012 C2C NGO mit und leitet diese seither als Co-Geschäftsführer. Dabei entwickelt er Strategien, um eine maximale Wirkung der Organisation auf die Gesellschaft zu erreichen, und gestaltet aktiv das Wachstum der noch jungen, stetig größer werdenden Bewegung.

Tim Janßen hält als Redner zahlreiche Fachvorträge auf nationalen und internationalen Konferenzen und Fachtagungen und gibt sein Wissen um Cradle to Cradle an Fachpublikum und Interessierte weiter. Des Weiteren lehrt er als Hochschuldozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), Leuphana Universität Lüneburg, HS Mittweida sowie der TU Berlin.


// ENGLISH

Tim Janßen is executive director and co-founder of Cradle to Cradle NGO. He majored in Business, Entrepreneurship, Innovation and Leadership at Leuphana University Lüneburg and Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). In 2012, he co-founded Cradle to Cradle NGO (C2C NGO) with Nora Sophie Griefahn. C2C NGO connects the fields of business, education, politics, and civil society by creating networking platforms and educational formats. In 2019, the NGO established the C2C LAB in Berlin: the world’s first renovation in an existing building based on Cradle to Cradle criteria. Serving as an educational center, NGO head office, and real-world laboratory, it is here where the C2C school of thought and design concept become reality. As co-executive director, Tim develops strategies to maximize the organization’s impact on society and actively shapes the growth of this young, ever-growing movement. He is a sought-after expert for Cradle to Cradle, Circular Economy and Social Entrepreneurship. He regularly holds keynotes and partakes as panelist at national and international conferences. Furthermore, Tim is a lecturer at DHBW, Leuphana University Lüneburg and TU Berlin.

dr. andreas bukowski

Andreas Bukowski ist seit 2020 Erster Bürgermeister der Gemeinde Haar. Seit 2019 ist er außerdem Vorsitzender des CSU Ortsverbands Haar und des Gewerbeverbands Haar Trudering. Zuvor war er zehn Jahre lang als Leiter Marketing & Vertrieb und als Geschäftsführer der Styx Naturcosmetics GmbH tätig. Bukowski ist promovierter Dr. Phil. und hatte zwischen 2009 und 2013 einen Lehrauftrag an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

ENGLISH

Andreas Bukowski has been First Mayor of the Bavarian municipality of Haar since 2020. Since 2019, he has also been Chairman of the local branch of the Christian Social Union party in Haar and the Haar Trudering trade association. He previously was Head of Marketing & Sales and Managing Director of Styx Naturcosmetics GmbH for ten years. Mr. Bukowski holds a PhD and was a lecturer at Ludwig Maximilian University in Munich between 2009 and 2013.

MICHAEL BEHNKE

Michael Behnke ist seit 2004 General Manager der Markenagentur Belly Button Paris. Seit 2021 vertritt er außerdem ehrenamtlich die Plant Litter Association (PLA) in Deutschland und Frankreich, die sich europaweit dafür einsetzt, Verbraucher*innen und Regierungsorgane auf das Umweltproblem mineralischer Katzenstreu aufmerksam zu machen. 2018 initiierte Behnke eine vergleichende Life-Cycle-Assessment-Studie verschiedener Arten von Katzenstreu, die erstmals das Umweltproblem Mineralstreu wissenschaftlich untersuchte. Er unterrichtet außerdem seit 2014 an der American University of Paris. Zuvor war er unter anderem für die Publicis Group, Young & Rubicam und TBWA Paris tätig.

 

ENGLISH

Michael Behnke has been the General Manager of branding and brand communication agency Belly Button Paris since 2004. Since 2021, he is the honorary representative of the Plant Litter Association (PLA) in Germany and France. The association works across Europe, raising awareness among consumers and governmental bodies about the environmental problem of mineral cat litter. In 2018, Behnke initiated a comparative life-cycle assessment study of different types of cat litter, the first to scientifically examine the environmental problem of mineral litter. He also has been a lecturer at the American University of Paris since 2014. Previously, he worked for the Publicis Group, Young & Rubicam and TBWA Paris, among others.

Vanja schneider

Biografie Text Bei der Cradle to Cradle Certified™-Zertifizierung, die das gemeinnützige Products Innovation Institute (C2CPII) vornimmt, werden verschiedene Faktoren und Ebenen der Herstellung, Nutzung und der Wiederverwertung bewertet. Es gibt fünf Abstufungen in der Zertifizierung von Basic über Bronze, Silber, Gold bis hin zu Platin, welches den höchsten Produktstandard kennzeichnet. Dabei werden die fünf Faktoren Materialgesundheit, Wiederverwendbarkeit, Nutzung erneuerbarer Energien und Kohlenstoffmanagement, Wasserqualität sowie Sozialstandards betrachtet. Weltweit gibt es aktuell knapp 300 C2C-Unternehmen mit über 8.000 C2C-Produkten.